"Wahlfreiheit der Eltern gewährleisten"

25. Juli 2007, 14:04
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KFV-Präsident fordert einkommensabhängiges Kindergeld und bundesweit einheitliches Rahmengesetz für Kinderbetreuung

Wien - "Kinder sind kein Privatvergnügen. Sie sind ein Gewinn für die Gesellschaft und unverzichtbar für den Generationenvertrag. Das ist eine zentrale und zugleich erfreuliche Botschaft, die mit dem heute stattfindenden Kinderbetreuungsgipfel signalisiert wird", ließ Johannes Fenz, Präsident des Katholischen Familienverbandes, am Dienstag in einer Aussendung verlautbaren. Hätte die Politik das nicht erkannt, würden sich nicht fünf Regierungsmitglieder zum Thema Kinderbetreuung Gedanken machen. Damit der Kinderbetreuungsgipfel keine Farce bleibt, müssen für Fenz "entsprechende, mutige Schritte" gesetzt werden.

"Ideologische Gräben überwinden"

Ob jetzt 50.000, 20.000 oder 10.000 Kinderbetreuungsplätze fehlen, ist für Fenz zweitrangig. Primär müsse es darum gehen, ideologische Gräben zu überwinden, persönliche Lebensmodelle nicht gegeneinander auszuspielen und die Wahlfreiheit der Eltern in den Mittelpunkt zu stellen: "Wenn die Mehrheit der Eltern Kinder unter drei Jahren zu Hause betreuen will, ist das zu respektieren. Ebenso ist zu akzeptieren, dass es Eltern gibt, die kleine Kinder haben und trotzdem gerne erwerbstätig sein möchten oder aber aus finanziellen Gründen berufstätig sein müssen. Sie brauchen entsprechende Betreuungsangebote", meint Fenz in Richtung Regierung.

Forderungen

Damit die Wahlfreiheit der Eltern tatsächlich gewährleistet ist, sind für den Präsidenten des Katholischen Familienverbandes ein einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld, eine verstärkte Unterstützung von individuellen Betreuungsmöglichkeiten sowie ein bundesweit einheitliches Rahmengesetz für Kinderbetreuungseinrichtungen Voraussetzung. Fenz schlägt beim Kinderbetreuungsgeld die Einführung einer zweiten Säule vor. Neben dem derzeitigen Modell von 436 Euro pro Monat für alle, sollte bei den Erwerbstätigen ein gedeckelter, einkommensabhängiger Zuschlag dazukommen. "Das könnte einerseits für gut ausgebildete Frauen eine Motivation sein, sich rechtzeitig mit der Kinder-Frage auseinanderzusetzen, andererseits einen Anreiz für Väter darstellen, sich bei der Kinderbetreuung stärker zu engagieren." (red)

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    Voraussetzungen für Wahlfreiheit müssen geschaffen werden...
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