Die zehn wichtigsten Funktionen des Windows Server 2008

20. September 2007, 11:45
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Die kommende Server-Software aus dem Hause Microsoft bietet einige zentrale Neuerungen

Die kommende Microsoft-Server-Software, welche erst kürzlich vom Codenamen "Longhorn Server" zum "Windows Server 2008 (WS2K8)" umbenannt wurde, bietet einige zentrale Änderungen und Verbesserungen.

Veränderungen

Die Server-Konsolidierungs-Möglichkeiten, effektiveres Hardware-Management, ein starker Wandel im Sicherheitsmodell und weitere Neuerungen sollen den AnwenderInnen einen besseren Umstiegsgrund liefern, als er beim Wechsel von Windows 2000 zum Server 2003 vorhanden war. Gegenüber Betanews erläuterte Microsoft-Entwickler Mark Russinovich folgende zehn wesentlichen Verbesserungen:

Selbstheilendes NTFS

Das selbstheilende NTFS-File-System bedeutet eine wesentliche Verbesserung im Vergleich zur Vorgängerversion. Im Gegensatz zu früher muss ein Server nicht mehr offline genommen werden, wenn dich ein Fehler einschleicht. Ein neuer Dienst des WS2K8 arbeitet im Hintergrund und soll systemfehler entdecken und einen "Heilungsprozess" starten.

Parallel session creation

Vor dem Server 2008 war die Sessioncreation ein nicht allzu leichtes Unterfangen. Der Aufbau von Sessions bedeutete oft einen Flaschenhals in einem Terminal Server-System, der zu längeren Wartezeiten in Spitzenzeiten führte. Das neue Session-Modell sowohl in Vista wie auch in WS2K8 kann bis zu vier parallele Sessions, oder sogar noch mehr, wenn der Server mehr als vier Prozessoren aufweist, initiieren.

Ein sauberer Shutdown

Eines der großen historischen Probleme von Windows ist die System-Shutdown-Prozedur. Im neuen Server 2008 wird das bekannte 20-Sekunden-Fenster durch einen Dienst ersetzt, der den Anwendungen ein eindeutiges Shutdown-Signal sendet.

Kernel Transaction Manager

Dieses neue Feature ermöglicht es EntwicklerInnen einen der häufigsten Gründe für die so genannte "System Registry- und File-System-Corruption" zu eliminieren - den Zugriffsversuch vieler Threads auf ein und dieselbe Ressource.

SMB2 network file system

Vor langer Zeit wurde SMB als das Network-Filesystem für Windows eingeführt. War es zum damaligen Zeitpunkt noch eine gute Wahl, so ist die Performance nun am Endpunkt angelangt. Daher wird ab dem Server 2008 SMB2 seinen Vorgänger beerben. In internen Test soll SMB 2 bs zu vierzig Mal schneller im Umgang mit großen Multimedia-Files gewesen sein als sein Vorgänger.

ASLR

Hinter diesem Acronym verbirgt sich eines der kontroversiellsten neuen Features des Windows Server 2008 - die Address Space Load Randomization. ASLR stellt sicher, dass nicht zwei aufeinanderfolgende Instanzen eines Betriebssystems die gleichen Treiber in denselben Platz am Speicher laden. Durch diese Neuerung soll es vor allem den Schreibern vom Malware erschwert werden ihre Angriffe erfolgreich durchzuführen.

Windows Hardware Error Architecture

Kurz auch WHEA wurde standardisiert und liefert nun präzisere Angaben wenn ein Fehler aufgetreten ist.

Windows Server Virtualization

Eine wesentliche Neuerung stellt der nun zentrale Punkt der Virtualisierung im Windows Server 2008 dar. Auf der WinHEC erklärte Microsoft-Manager für Virtualisierung, Mike Neil, die neuen Funktionen im Produkt und nannte als zentrale Argument die Konsolidierung und Kosteneinsparung die ein Unternehmen dadurch haben sollte.

Neue PowerShell

Zwei Jahre langes Hin und her ist nun vorbei - die lange angekündigte und vielfach wieder zurückgezogene neue PowerShell wird nun Einzug in den Server 2008 halten. Eine von Grund auf neue Kommandozeile kann teilweise oder auch gänzlich die GUI-basierende Administration ersetzen.

Des Pudels Kern

Der letzte und wohl wesentlichste Grund für einen Umstieg auf den Windows Server 2008 ist, aus Sicht von Mark Russinovich der neue Server Core. Viele Funktionen, die Unix- und Linux-AnwenderInnen schon seit geraumer Zeit zur Verfügung stehen und das Leben wesentlich erleichtern, stehen nun auch dem Microsoft-Server zur Seite. Eine wesentliche Verbesserung wird durch eine Wegnahme zahlreicher Funktionen erreicht, die man nicht mehr standardmäßig mit sich herumschleppen muss. Was bringt die Auslieferung von 32-bit-Color-Treibern und Dingen wie DirectX, ADO oder OLE, wenn diese gar nicht für die Applikation benötigt werden? Ab dem Windows Server 2008 wird dieser "Ballast" nur noch optional zur Verfügung gestellt werden.(red)

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