Außenminister Nyan Win verteidigt Hausarrest für Suu Kyi

11. Juli 2007, 16:39
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Es sei eine "sehr schwierige Entscheidung" gewesen

Hamburg - Burmas Außenminister Nyan Win hat die Verlängerung des Hausarrests für Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi verteidigt. Es sei eine "sehr schwierige Entscheidung" gewesen, sagte der Minister bei einem Treffen mit seinem japanischen Kollegen Taro Aso am Montag in Hamburg nach Angaben eines japanischen Außenamtssprechers. Einerseits habe die in Burma regierende Militärdiktatur an die politische Stabilität denken und andererseits die negative Reaktion der Weltgemeinschaft in Erwägung ziehen müssen.

Aso betonte demnach in einer "längeren Diskussion" am Rande des ASEM-Außenministertreffens, das mit Armut kämpfende Burma könne erst dann mit dringend benötigten Investitionen rechnen, wenn es dafür "angemessene Bedingungen" gebe. Der japanische Minister habe auch einen festen Zeitrahmen für den laufenden Prozess zur Ausarbeitung einer Verfassung in Birma angemahnt.

Wieder verlängert

Die 61-Jährige Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi, deren Nationalliga für Demokratie bei Wahlen im Jahre 1990 mehr als 80 Prozent der Parlamentssitze gewann, hat elf der vergangenen 17 Jahre unter Hausarrest in völliger Isolation gelebt. Ihr Hausarrest war erst am Freitag um ein weiteres Jahr verlängert worden. Die EU verurteilte dies umgehend. (APA/dpa)

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