Nürnberg holt den DFB-Pokal

19. Juli 2007, 13:45
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Ein dramatisches 3:2 gegen Meister Stuttgart nach Verlängerung bringt den ersten Titel nach 39 Jahren ins Frankenland

Berlin - Der 1. FC Nürnberg ist Deutscher Cupsieger. Die Franken bezwangen in einem dramatischen Endspiel den VfB Stuttgart 3:2 nach Verlängerung und vermasselten dem Meister damit das Double. Stuttgart hatte nach einer Tätlichkeit von Cacau 90 Minuten lang zu zehnt spielen müssen. 39 Jahre nach dem Gewinn seines neunten Meistertitels holte der Club zum vierten Mal nach 1935, 1939 und 1962 den DFB-Pokal.

Dabei hatte der Brasilianer den VfB zunächst in Führung gebracht, Mintal glich aus. Kurz danach musste Cacau nach einer Tätlichkeit vom Platz, Stuttgart-Kapitän Meira hätte ihm nach einem brutalen Tritt gegen Mintal eigentlich folgen müssen, der nicht sehr souveräne Schiedsrichter Weiner beließ es aber bei Gelb (35.). Der Nürnberger Torschütze schied verletzt aus. Mit einem Mann mehr gelang Nürnberg per Kopf durch Engelhardt der Führungstreffer, der erst in der Schlussphase von den Schwaben egalisiert wurde. Nach einem klaren Foul von Goalie Schäfer durfte der Mexikaner Pardo in der 80. Minute an den Elfmeterpunkt und verwertete klar. Nürnberg wurde für seine zu passive Spielweise bestraft.

Als sich schon ein Elfmeterschießen abzeichnete, konnte Nürnberg doch noch einmal zulegen. Ein Tausendgulden-Schuss von Kristiansen bezwang Team-Goalie Hildebrandt in seinem letzten Spiel für den VfB. Ein Elfer kurz vor Schluss erzwang die Verlängerung, in der Kristiansen in der 109. Minute mit einem Weitschuss für die Entscheidung sorgte.

Nürnberg-Trainer Hans Meyer ist nunmehr der erste Trainer, der sowohl in der DDR (3x) als auch in der Bundesrepublik den Cup-Titel gewinnen konnte. (APA/red)

DEUTSCHLAND - Cup-Finale:

  • VfB Stuttgart - 1. FC Nürnberg 2:3 n.V. (2:2,1:1) Berlin, 74.600 (ausverkauft). Tore: Cacau (20.), Pardo (80./Elfmeter) bzw. Mintal (27.), Engelhardt (47.), Kristiansen (109.). Rote Karte: Cacau (31./Stuttgart)
    • Bild nicht mehr verfügbar

      Der Trophäenschrank der Nürnberger erhält nach 39 Jahren wieder einmal Zuwachs.

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