Doping auch bei deutschen Amateuren

2. Juli 2007, 11:08
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Olympia-Arzt aus Freiburg gesteht Verabreichung von Testosteron an junge Straßenfahrer

Freiburg - Der langjährige deutsche Olympia-Arzt Georg Huber hat am Samstag gestanden, zwischen 1980 bis 1990 jungen Straßenradfahrern das leistungssteigernde Hormon Testosteron verabreicht zu haben. Dies teilte das Universitätsklinikum Freiburg mit. Huber sei mit sofortiger Wirkung suspendiert worden, hieß es.

Der 64-jährige Mediziner war seit 1980 für die Ausstattung der deutschen Olympia-Apotheken zuständig. Seit 1972 betreute Huber Straßenfahrer des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR). Der BDR hatte ihn zuvor ebenfalls suspendiert. Huber ist nach Andreas Schmid und Lothar Heinrich der dritte Freiburger Mediziner, der im deutschen Dopingskandal geständig ist.

Huber habe gesagt, er habe unrecht gehandelt, "um Schlimmeres zu verhüten", hieß es. Seit 1986 engagierte sich der Arzt aktiv als Anti-Doping-Beauftragter des Behindertensportverbandes und seit vier Jahren in der Nationalen Anti-Dopingagentur (NADA). Huber war zudem Leitender Mannschaftsarzt der deutschen Olympiamannschaft bei den Winterspielen 2006 in Turin. Er betreute deutsche Athleten bei insgesamt sechs Olympischen Sommerspielen. (APA/dpa)

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