Elf Geiseln befreit - Mindestens zwölf Geiselnehmer getötet

6. Juli 2007, 13:08
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Besetzte Ölanlage der italienischen Gesellschaft Eni nach Ablauf eines Ultimatums gestürmt

Abuja/Nairobi - In Nigeria hat das Militär nach eigenen Angaben elf Geiseln aus der Gewalt von Rebellen befreit und mindestens zwölf Geiselnehmer getötet. Den Angaben vom Donnerstag zufolge hatten Soldaten eine von Rebellen besetzte Ölanlage der italienischen Gesellschaft Eni in Ogboinbiri (Bundesstaat Bayelsa) nach Ablauf eines Ultimatums gestürmt. Dabei seien auch zwei Zivilisten und ein Soldat ums Leben gekommen.

Die Rebellen hatten die Ölanlage Anfang der Woche besetzt und 27 örtliche Mitarbeiter und Soldaten als Geiseln genommen. 40 Soldaten und acht Mitarbeiter hätten sich nach dem Überfall in Sicherheit bringen können, hatte es geheißen.

In Nigeria sind auch immer wieder Ausländer entführt und meist gegen ein Lösegeld freigelassen worden. Der westafrikanische Staat ist der größte Ölexporteur Afrikas, doch die Mehrheit der etwa 140 Millionen Einwohner lebt unterhalb der Armutsgrenze. Militante Gruppen fordern eine Beteiligung der Bevölkerung an den Einnahmen aus der Ölindustrie. Der neue Präsident Umaru Yar'Adua will die Gewalt in den Ölregionen des Landes eindämmen. (APA/dpa)

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