Volksanwälte in der Bevölkerung recht unbekannt

27. Juli 2007, 12:18
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Volksanwälte erstmals für den APA/OGM-Vertrauensindex abgefragt

Wien - Für den APA/OGM-Vertrauensindex wurden im Mai erstmals die Volksanwälte abgefragt. Das auffallendste Ergebnis: Durchschnittlich die Hälfte der Österreicher kennen die Volksanwälte gar nicht. Abgefragt wurden sowohl die amtierenden Volksanwälte als auch die drei Kandidaten für die am 1. Juli beginnende neue Amtsperiode.

Für OGM-Chef Wolfgang Bachmayer ist das Ergebnis der Umfrage nicht überraschend: die Volksanwaltschaft gehöre nicht zu den prestigeträchtigsten politischen Ämtern. Daher komme auch der relativ geringe Bekanntheitsgrad der Volksanwälte.

500 Telefoninterviews

"Vertrauen Sie xy oder vertrauen sie xy nicht oder kennen Sie xy nicht", lautete die Frage von OGM in 500 Telefoninterviews am Dienstag dieser Woche. Aus den beiden Werten wird dann der Saldo gebildet, der für das Ranking herangezogen wird. Peter Kostelka, der für eine zweite Amtsperiode kandidiert, vertrauen 47 Prozent der Befragten, 9 Prozent nicht. Das ergibt einen Vertrauenswert von 38 - mit Abstand das beste Ergebnis.

Kostelka kennen übrigens 44 Prozent der Österreicher gar nicht. Für gleich 71 Prozent ist die scheidende ÖVP-Volksanwältin Rosemarie Bauer ein unbekanntes Wesen. Im Vertrauensindex liegt sie mit 17 Prozent klar hinter Kostelka und nur knapp vor ihrer Nachfolgerin Maria Fekter. Der Vertrauenswert Fekters beträgt 15 Prozent und für "nur" 55 Prozent ist sie eine Unbekannte.

Stoisits im Minusbereich

Die Kandidatin der Grünen, Terezija Stoisits, ist mit minus 5 Prozent bereits im Minusbereich. Ihr vertrauen 26 Prozent der Befragten und 31 Prozent vertrauen ihr nicht. 43 Prozent kennen die Politikerin gar nicht.

Die FPÖ wird in der neuen Volksanwaltschaft nicht mehr vertreten sein. Der derzeitige Vertreter, Hilmar Kabas, bildet auf der Vertrauensskala mit minus 17 Prozent das Schlusslicht (51 Prozent kennen ihn gar nicht). (APA)

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