Bawag musste Aktien verkaufen

2. Juli 2007, 14:07
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Grund dafür ist, dass bilaterale internationale Landerechte an mehrheitlich nationalen Besitz gekoppelt sind

Wien – Die Bawag/PSK, die seit der Vorwoche dem US-Fonds Cerberus gehört, musste ihr AUA-Paket von 3,04 Prozent verkaufen. Der Grund: Bilaterale internationale Landerechte sind an die Bedingung geknüpft, dass die Fluggesellschaft mehrheitlich in nationalem Besitz steht.

Gekauft haben den Anteil die ÖIAG (2,94 Prozent), die Wiener Städtische Versicherung den Rest. Die Staatsholding ÖIAG hält nunmehr 42,74 Prozent an der AUA. Die Städtische hält mit dem neuerworbenen Anteil von 0,10 Prozent nun bei 1,5 Prozent AUA-Aktien im Syndikat. Der genaue Preis in dem syndikatsinternen Deal ist nicht bekannt.

Die Städtische zog bereits bei der jüngsten Kapitalerhöhung der AUA, im November 2006, überproportional mit und zeichnete auch einen Teil der Bawag-Bezugsrechte. In Summe kostete die AUA-Kapitalzufuhr die Städtische fünf Millionen Euro.

Mit der ÖIAG syndiziert sind seit Jahren die AUA-Aktienpakete von Banken und Versicherungen – wie Raiffeisen Invest, LVBG Luftverkehrsbeteiligung GmbH, in die die Bank Austria seinerzeit ihre Anteile hineingestiftet hat, Wiener Städtische sowie bis vor Kurzem eben auch Bawag PSK. Neben der ÖIAG waren diese institutionellen Investoren bisher mit zusammen 10,2 Prozent an der AUA beteiligt. Die AUA selbst hält zwei Prozent an eigenen Aktien. 48 Prozent sind im Streubesitz. (cr, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 26./27./28.5.2007)

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