Speicherhersteller ziehen Notbremse gegen anhaltenden Preisverfall

3. Juni 2007, 14:49
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DRAM-Produktion wird heruntergefahren - Preise in den letzten Monaten in den Keller gepurzelt

Seit Monaten befinden sich die Preise für Speicherbausteine im Dauer-Sinkflug: Im Vergleich zum Jänner kosten etwa derzeit DDR2-SDRAM-Riegel oft nicht einmal mehr ein Drittel des damals verlangten Preises.

Vergleiche

So gibt es zum Beispiel 1 GB DDR2-SDRAM Speicher für Laptops momentan bereits ab knapp mehr als 30 Euro zu kaufen - im Jänner waren es durchgehend noch mehr als 100 Euro gewesen. Noch stärker in den letzten Wochen der Preisverfall bei 2 GByte-Riegeln: Zwar kosten diese relativ gesehen - da sie bislang seltener produziert werden - noch immer mehr, mit Preisen ab 110 Euro sind sie aber längst erschwinglich geworden.

Verfall

Zum Vergleich: Ein entsprechender Baustein von Kingston kostetet vor einer Woche laut dem Preisvergleich Geizhals noch das doppelte. Im April musste mann noch rund das dreifache zahlen, Anfang März stand der Preis noch über 500 Euro.

Reduktion

Ein Trend, der den Herstellern natürlich nicht gefällt, nachdem man im vergangenen Jahr fette Gewinne eingefahren hatte, ist das Geschäft mit Computerspeicher mittlerweile in die Verlustzone gerutscht. Eine Entwicklung, die man nun mit der Notbremse bremsen will: Mehrere Hersteller hätten damit begonnen, die Produktion von RAM-Riegeln herunterzufahren, diese berichtet Digitimes.

Zeitpunkt

Der Gedanke dahinter: Eine Verknappung des Angebots soll den Speicherpreisen wieder neuen Auftrieb geben. Für KonsumentInnen heißt es jetzt wohl den richtigen Zeitpunkt für den Kauf neuer RAM-Elemente zu erwischen.

Ursachen

Dass es überhaupt zu so einem starken Preisverfall kommen konnte, liegt an mehreren Faktoren, einer davon ist der Umstand, dass der RAM-Markt an sich schon starken zyklischen Schwankungen unterliegt. Dazu kommt aber noch, dass die Hersteller im vergangenen Jahr ihre Produktionskapazitäten deutlich erweitert haben, unter anderem in Hoffnung auf einen massiven Marktantrieb durch die Auslieferung von Windows Vista. Dieser ist aber trotz des bekannten Speicherhungers des neuen Microsoft-Betriebssystems nicht im erhofften Ausmaß gekommen. (apo)

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