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Zu behaupten, dass die Zitierregeln früher lockerer gehandhabt wurden, weil es da noch keine PCs gab, sagt vielleicht etwas über die Arbeitsweise von gewissen Instituten aus, entspricht aber meiner Meinung und Erfahrung nach nicht der Wahrheit.
Fremdes Gedankengut hat in einer Dissertation als solches an Ort und Stelle ausgewiesen zu werden. Das war auch ohne PC zu schaffen.
Es gibt Diss. für das Türschild ( die allermeisten in A, aber auch in vielen anderen Ländern) und es gibt welche für die Forschung. Man erkennt diese sofort nach nur wenigen Minuten des Lesens, wenn man sich mit wiss. Arbeiten beschäftigt.
Nach einer ECHTEN Diss. wird man auf Kongresse und zu Tagungen eingeladen, man publiziert und verwertet den "Kapitelabfall", der übergeblieben ist noch für weitere Aufsätze in Sammelbänden.
Nur eine absolute Minderheit ist überhaupt in der Lage eine ECHTE Diss. (egal wo) zu schreiben. Was aber nicht heißen soll, dass der Türschilddoktor nicht auch ok wäre. Gesetzt den Fall, dass nicht nur geschummelt und abgeschrieben wurde, muss man sich auch sehr viel Mühe geben und steckt viel Arbeit rein.
Ein Unterrichtsminister der seine Diss locker ausgedückt abgeschrieben hat wird für eine Generation neuer Österreich-Witze sorgen.
( Übrigens glaub ich haben wir diesbezgl schon die Ostfriesen überholt )
Daß der Doc-Papa jetzt verteidigt sagt wenig aus. Daß es damals keine ordentlichen Regeln gab glaub ich nicht.
Die SP wird die Peinlichkeit natürlich nützen. So und jetzt in den Thread Vranitzky-Million.....
ÖVP. Vorher hatten sie nur eine Handarbeitslehrerin, jetzt kommt jemand, der seine Arbeit abgeschrieben hat...
Was für ein tolles Beispiel für unseren Wissenschaftsnachwuchs.
Naja, und dem Weber sollte man mal einen sinnvollen Job geben, damit er was ordentliches zu tun hat. Kanns ja auch nicht sein, dass man so an seine Aufträge herankommt, wie er sich das vorgestellt hat...
Bei der ÖVP ist es eben systemimmanent dass die Partei- und Interessenarbeit von denen geleistet werden muss die im realen Wirtschaftsleben nichts drauf haben.
Ist aber bei der SPÖ genau so. Wer keine Lust auf Arbeit hat der hantelt sich halt in den Betriebsrat hoch.
Da der Doktorvater die Korrektheit der Arbeit nochmals bestaetigt hat, ist es absolut laecherlich, diese Diskussion ueberhaupt weiterzufuehren.
Es gab wohl selten so klare Faelle wie diesen, dass sich einer wegen einer Subventionsverweigerung - noch dazu stuemperhaft - raechen wollte.
An der Stelle ist es für die Bewertung der Qualität der Disseratation völlig unerheblich, aus welcher Motivation Weber die Vorwürfe artikuliert hat.
Das Einzige was in die Betrachtung eingehen soll ist die Qualität der Dissertation.
Ob Weber aus wissenschaftlicher Ethik, Verantwortungsbewusstsein oder eben aus Rachsucht und Anpatzen wollen die Sache aufgebracht hat, macht keinerlei Unterschied in der Frage, ob die Diss ein Plagiat ist oder nicht.
nur weils der Doktorvaterpater-papst oder sonstwas sagt, heißt das nicht, dass er nicht abgeschrieben hat. Schauen sie mal im orf.at nach. Da sind 2 Passagen, wo nur ein oder zwei Wörter geändert wurden. Wenn ich so meine Dipl geschrieben hätt, hätt ich jetzt Angst.
wie es hier geschieht, erscheint mir leicht tendenziös - aus sicherer Quelle weiß ich, dass die Zitate eingerückt sind, darauf verzichtet der investigative journalist natürklich gerne, wenn es seinem Ansinnen hilft - besser als der Beschuldigte ist er dadurch nicht.
Also ich hab auch noch im Schreibmaschinenzeitalter das Zitieren gelernt - bei längeren Zitaten war es sehr wohl üblich die einzurücken - allerdings mit deutlich abgehobenem Schriftbild (einzeilig; während der normale Text der Arbeit eineinhalbzeilig war) und selbstverständlich auch dann mit Quellenangabe. Entweder per Fußnote oder in Kurznotation in Klammer am Zitatende. Was Zitat war und was nicht, war so auf den ersten Blick optisch erkennbar.
- wir hatten einen bundespräsidenten, der nazi urteile unterschrieben hat (oder war es doch sein pferd?)
- wir hatten verkehrsminister, die autounfälle ihrer söhne unter den tisch gekehrt haben (der papa wirds scho richtn)
- wir hatten unter schüssel minister, die direkt vom ministerium ins irrenhaus übersiedelt sind
- wir haben jetzt gerade den 2. verteidigungsminister, der nie ein gewehr in der hand hatte
- wir hatten die gehrer als unterrichtsministerin.
- sickl, morak, ferrero-waldner...wo soll man wieter aufzähle?
was soll diese diskussion jetzt also beweisen?? dass der falsche mann im falschen amt sitzt???
ja halleluja! da gratulier ich aber!
Die korrekte Form der Zitierung ist übrigens schon länger bekannt. Ich zitiere aus “Die Technik des wissenschaftlichen Arbeitens” von 1977. Zwar ein Werk von Wissenschaftlern, aber irgendwie versteht man es trotzdem.
Den “Techniken der Darstellung des Materials” werden dort 28 Seiten gewidmet. Also das, was eventuell “Gio” betrifft. Kapitel 5.4.1.1 und hier die Regel 2 sagt z.B. dass “Zitate genau” sein müssen. Wer wirklich tiefer eintauchen möchte, muss sich leider die Kapitel 5.4.1.2 bis 5.4.3.3 durchziehen.
Die “Methode Hahn” ist dort freilich nicht zu finden. Aber vielleicht haben der BM und sein Doktorvater ja echt was neues entdeckt.
Für Quellenfanatiker: ISBN35069923090 von Prof. Dr. Georg Rückriem
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