Österreichische Topspieler zu teuer

5. Juli 2007, 15:56
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Ausländischer Torhüter auf Wunschzettel - Routinier Ehmann soll gehalten werden - Fellner, Amoah erhielten keine neuen Verträge

Linz - Bundesliga-Aufsteiger LASK Linz hat am Donnerstag noch keinen neuen Torhüter präsentiert, Trainer Karl Daxbacher und Präsident Peter-Michael Reichel wollen aber demnächst einen neuen ausländischen Schlussmann verpflichten. Derzeit absolvieren der 15-fache slowakische Teamtorhüter Kamil Susko und der 30-jährige Kroate Silvije Cavlina, zuletzt bei NK Sibenik/CRO, ein Probetraining bei den Linzern.

Zur Einkaufspolitik der Oberösterreicher merkte Reichel an, dass "wir immer österreichische Lösungen bevorzugen, aber österreichische Spieler, die uns weiterhelfen können, sind kaum zu bezahlen".

Verhandlungen mit Ehmann laufen

Die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung mit Abwehrchef Anton Ehmann seien ebenfalls noch im Gange: "Wir haben ihm ein vernünftiges Angebot gemacht und warten nun ab", meinte Reichel. Torhüter Mathias Nagel (24), dessen Vertrag ausläuft, würde gerne bleiben und freut sich auf neue Konkurrenz aus dem Ausland. Die Engagements des 37-jährigen Verteidigers Gerhard Fellner und von Stürmer Charles Amoah aus Ghana wurden nicht verlängert.

Der 20-jährige Verteidiger Niklas Hoheneder hingegen bleibt zwei weitere Jahre beim Red-Zac-Erste-Liga-Meister. Bis zum Trainingsauftakt am 11. Juni sollen alle "Neuen" mit an Bord sein, falls nötig soll später noch nachgebessert werden.

Zuschauerkapazität von 11.400

Für die kommende Saison soll das Linzer-Stadion "verkleinert" werden. Einige Sektoren werden abgesperrt, künftig soll das Stadion "Auf der Gugl" über eine Zuschauerkapazität von 11.400 (8.500 Sitzplätze plus 2.300 Stehplätze und 600 Business-Seats) verfügen. Aus dem Politstreit um die Adaptierung bzw. Neuerrichtung eines Stadions hält sich der LASK heraus, "wir wollen nicht Spielball der Politik sein", so Reichl. Die SPÖ spricht sich für eine Sanierung des bestehenden Ovals auf der Gugl aus, die ÖVP tritt für einen Neubau an einem anderen Standort ein.

Ein möglicher Neubau des Linzer Stadions wird auch in der Gemeinderatssitzung am Nachmittag diskutiert. Die ÖVP fordert eine Kommission mit Fachleuten der Stadt- und Verkehrsplanung, Architekten und Experten des ÖFB, die Standorte ausfindig machen soll, und hat vor kurzem den Frachtenbahnhof als ein mögliches Areal präsentiert. Im Fall eines Baus an einem neuen Platz will die SPÖ den LASK in die Pflicht nehmen, wobei die Stadt bis zu ein Drittel der Kosten zuschießen solle, heißt es aus der Partei. Die FPÖ tritt für "seriöse Planungen" für das Gugl-Oval und mittelfristig einen neuen Standort ein.

Der LASK gab am Donnerstag außerdem die oberösterreichische Firma "Wertpräsent" als neuen Sponsor bekannt. Das Werbemittel- und Promotiondesign-Unternehmen mit Sitz in Marchtrenk hatte in der abgelaufenen Saison mit dem mittlerweile nach Kärnten übersiedelten FC Pasching zusammengearbeitet. Mit dem neuen Partner wollen die Athletiker neue Merchandising-Ideen verwirklichen.(APA)

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