Werben um russische Investoren

2. Juli 2007, 10:38
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Bei großer Nachfrage aus Ländern des früheren Ostens könnte ein eigenes Handelsseg­ment eingerichtet werden

Wiener Börse umwirbt Russen - Segment in Wien möglich Unternehmen aus Russland und GUS-Ländern streben an westeuropäische Aktienmärkte Wien (APA) - Die Wiener Börse hat den Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin samt einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation in Wien zum Anlass genommen, russischen Unternehmen ein Listing an der Wiener Börse schmackhaft zu machen. "Es gibt deutliches Interesse von russischer Seite", die Wiener Börse würde solche Börsenotizen sehr begrüßen, erklärten die Börse-Vorstände Heinrich Schaller und Michael Buhl am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien. In den nächsten Monaten werde die Wiener Börse eine "Kampagne" in Russland starten.

Aktiennotierungen russischer Unternehmen wären in Wien sehr willkommen - ebenso wie solche aus anderen Ländern, auch aus den GUS-Ländern der früheren Sowjetunion. Konkretes Interesse gebe es etwa auch aus der Ukraine, sagte Buhl.

Engagement in Europa

Sinnvoll für beide Seiten wäre eine Börsennotiz kleinerer russischer Unternehmen mit deutlichem Engagement in Europa. Zahlreiche russische Unternehmen möchten sich mit einem Listing an einer Westbörse mehr Aufmerksamkeit verschaffen, hieß es. In Frage kämen in erster Linie kleine oder mittelgroße russische Firmen, die großen streben ein Listing etwa in London an.

Ein Limit für russische Aktien in Wien gebe es nicht, bei großer Nachfrage könnte Wien ein eigenes Handelssegment für Aktien aus Russland - oder anderen Ländern des früheren Ostens - einrichten. Buhl sieht einen klaren Unterschied zu früheren Versuchen der Wiener Börse, ein Ost-Handelssegment in Wien zu etablieren: "Heute gibt es klares Interesse von Emittentenseite".

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