Heisse Höschen

Redaktion, 29. Mai 2007, 17:00
  • Artikelbild
    foto: reuters/kevin lamarque

    Modell von Betsey Johnson

Shorts, Hotpants, Bermudas - Die kurzen Hosen kamen um 1930 auf und feierten in den 70er-Jahren ihren absoluten Mode-Höhepunkt

Kurz sind sie, wie ihr Name schon sagt, und vorzugsweise werden sie bei Hitze getragen. Ob daher auch die Bezeichnung "hot" kommt, ist anzuzweifeln; eher geht es dabei um Assoziationen von Gefühlsäußerungen.

Die klassischen Shorts, gerade geschnitten und bis zum halben Oberschenkel reichend, gehören in den Bereich der Sport- und Freizeitmode. Als Pionierin gilt die englische Tennisspielerin Runny Austin, welche 1932 als erste Frau die knielangen Hosen mit Bundfalten in der Öffentlichkeit getragen haben soll.

Hot pants

In den 1960er-Jahren wurden die Shorts - nicht ohne Einflussnahme der Modeschöpferin und Minirock-Erfinderin Mary Quant - zu knapp sitzenden Freizeithosen für den Sommer, die mit der Zeit immer kürzer geschnitten waren. Dieser Trend erreichte mit den Hot pants 1971/72 einen Höhepunkt. Die heißen, knapp den Po bedeckenden Höschen hatte die italienische Designerin Mariuccia Mandelli in Italien bereits 1970 eingeführt. Im sogenannten "Slit-Look" wurden sie auch unter Röcken, die nur oben zugeknöpft waren, getragen. Und dies nicht bloß am Strand, auch als Abendhose in den Materialien Samt, Lurex und Brokat waren sie en vogue.

1979 kamen dann die Boxer-Shorts aus glänzendem buntem Satin mit seitlich kleinen abgerundeten Schlitzen und Gummizug in der Taille auf. Nach Wellen des In- und Out-Seins sind sie gegenwärtig über bunten Leggings und zu High-Heels oder Stiefeln wieder im Trend.

Bermuda-Shorts

Ihren Namen verdankt die Freizeithose mit knapp oberhalb der Knie endenden Beinen den Bermuda-Inseln. Diese Langversion der Shorts kam in den 50er-Jahren auf. In auffälligen Farben und wilden Mustern wurde sie anfänglich vor allem von NordamerikanerInnen als Strandhose getragen. Erst in den 60er-Jahren setzte sich die Bermuda allgemein durch. Einen weiteren Höhepunkt erlebte diese Hosenform Anfang der 80er-Jahre in der Damenmode: Zu einer Jacke getragen, zumeist aus Schurwolle, ergab diese Kombination einen elegant-sportlichen Hosenanzug. (dabu)

  • Christlicher Revolutionär schuf Mao-Anzug [7]

    TitelbildIn den 1960er- und 70er-Jahren prägte der schlichte Anzug den Begriff von den "blauen Ameisen"

  • Plitsch-platsch [10]

    TitelbildKnallbunte Gummistiefel sind der Renner der Saison - Als praktische und wasserdichte Fußbekleidung werden sie bereits seit 1840 hergestellt

  • Historie der Unterwäsche

    Munkeln übers Liebesleben [3]

    TitelbildBis zum 19. Jahrhundert war Damenunterwäsche eine gegenstandslose Sache

  • Stück für Stück zum Glück

    TitelbildDas Bettelarmband hat wieder Saison - Sein Ursprung findet sich im magischen Amulett der Jungsteinzeit, das Schaden abhalten sollte

  • Vom "Lobaufetzerl" bis zum Oben-ohne-Trend [36]

    TitelbildBademode spiegelte in Wien auch immer die Gesellschaft wider

  • Schalen für die Brüste [4]

    TitelbildNeueste Forschungen über WikingerInnen belegen überraschend bunten, glitzernden und "gewagten" Kleidungsstil beider Geschlechter vor der Christianisierung

  • T-Shirt-Held Guevara [64]

    TitelbildAlberto Kordas Fotografie von Che Guevara mit Barett, Bart und sehnsüchtigem Blick eroberte die Welt – und vor allem auch die Märkte

  • Das Appetitröckl [7]

    TitelbildSittsam, schelmisch und verschwiegen: Die Röcke und Kleider als Dessous haben ihren Ursprung im Mittelalter

  • Betucht, aber unpolitisch [76]

    TitelbildLinke, Nazis, Krocha: Alle tragen ein Palästinensertuch - Mit politischem Statement hat das heute kaum mehr etwas zu tun

  • Gipsy-Stil

    TitelbildDer Folklore- beziehungsweise Carmenlook tauchte bereits im 19. Jahrhundert auf - In den späten 1970er-Jahren hatte er Hochsaison

  • Ski heil! Oder so ähnlich [6]

    TitelbildVon der Knickerbocker über die Kristianiahose zur Baggy-Pant - Die Entwicklung der Skimode beginnt Ende des 19. Jahrhunderts

  • Männer in Röcken [6]

    TitelbildHeute gilt der Kilt, auch Schottenrock genannt, postmodern abgewandelt, wieder als en vogue - Seinen Ursprung hat er im 18. Jahrhundert

  • Hauptwärmer [4]

    TitelbildSeit der Bronzezeit ist die Kapuze als Wetterschutz bekannt - Als Gugel war sie modische Kopfbedeckung des Mannes im Mittelalter

  • Hosen, die krachen [31]

    TitelbildDie Trachtenhose aus Leder unterscheidet zwischen der Krachledernen und der Bundledernen - Erstere ist bereits für den Anfang des 18. Jahrhunderts belegt

  • Auf Stelzen gehen

    TitelbildOder unterm Pantoffel stehen - Patschen bieten nicht zwingend Komfort - Die Chopine beispielsweise, Stelzpantoffel des 14. Jahrhunderts, erreichten eine Stöckelhöhe von 50 Zentimetern

  • Die Brustverbesserer [57]

    TitelbildDie Geschichte des BHs führt in die Antike - Von der "Fascia pectoralis" zu Brustleibchen, "No-bra"-Bra, Wonderbra und Push-up

  • Mini- und Maximalismen [4]

    TitelbildDer "Total Look" von Mary Quant konnte sich genauso wenig durchsetzen wie die Maximode - Midi errang über Jahrzehnte einen dauerhaften Sieg

  • Ein Kleid für die Dirn' [58]

    TitelbildDas Dirndl als Teil der österreichisch-bayrischen Tracht ist um 1870 entstanden und ging in den 1930er-Jahren als modische Novität um die Welt

  • Einengungen und Befreiungen [8]

    TitelbildGehobene Brüste und Wespentaille - Schnürbrust, Schoßmieder, Justaucorps - Die Figurbetonung durch das Mieder beginnt bereits in der minoischen Kultur

  • Die Gemse am Kopf [20]

    TitelbildUnd Goiserer oder Haferl an den Füßen - Die zünftigen Trachten-Accessoires gehen auf die Zeit des Biedermeier zurück

  • Weg mit dem "Weiberspeck" [3]

    TitelbildModegeschichtliche Strategien des Verbergens mittels Hüftpolster und Hüftmieder - Die ersten Modelle kamen um 1600 auf

  • Accessoires zum Schwimmen [2]

    TitelbildBademantel und Schwimmschuhe kamen erst im 19. Jahrhundert auf, als das öffentliche Baden für die Oberschicht populär wurde

  • Muff und Schlurpfer [3]

    TitelbildDer "Handwärmer" wurde von beiden Geschlechtern getragen und erreichte seinen modischen Höhepunkt im 18. Jahrhundert

  • Knopf-Knebel-Brandenbourgs [1]

    TitelbildKnöpfe fanden bereits im Altertum als Verschlussart Verwendung und als "Bouton à queue" ab dem 17. Jahrhundert Verbreitung

  • Beinlinge [19]

    TitelbildMit dem Revival der 80er-Jahre sind auch die Wadenwärmer wieder zurück - Was Jane Fonda zum Aerobic trug, gilt nun als ausgehfein

na servas
10
27.6.2007, 15:27
?????

Und wer kann sowas anziehen???
0,003% der Bevölkerung???

Und natürlich Leute ohne Spiegel daheim ( Kommt mir vor als ob das immer mehr werden....)

edgar einstein
00
26.6.2007, 19:12
kleinkinder gedudel

das wirkliche ist hier
http://www.thailandsouthern.com und
http://www.thailandmagic.com

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.