Asparn an der Zaya: "Was heißt hier Sex?"

1. Juni 2007, 16:31
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"Filmhof Wein4tel" will den Sommer über ein "Kernthema der Gesellschaft und der Geschichte der Menschheit" beleuchten

Asparn a.d. Zaya - Im "Filmhof Wein4tel" in Asparn an der Zaya dreht sich vom 3. Juli bis zum 1. September alles um die körperliche Liebe. Mit zahlreichen Kulturveranstaltungen wird das Thema beim vierten "Filmhof Festival" in all seinen Facetten präsentiert. "Mit 'Was heißt hier Sex' wollen wir ein Kernthema der Gesellschaft und der Geschichte der Menschheit von verschiedensten Seiten und aus unserer heutigen Sicht beleuchten", so Intendant Michael Rosenberg.

Das Programm soll laut der Aussendung ein Seiltanz der Gefühle - von Zärtlichkeit und Lust bis hin zu Intoleranz und Gewalt - sein. Das Festivalthema ist als zeitgenössischer Kommentar zur Ausstellung "100.000 Jahre Sex" im benachbarten Urgeschichtemuseum gedacht.

Gedächtnis des Wassers

Als Eröffnungspremiere inszeniert Harald Posch am 3. Juli um 20.00 Uhr Ariel Dorfmans Thriller "Der Tod und das Mädchen", das die körperliche und seelische Vergewaltigung durch politischen Terror zum Inhalt hat. Die Abschlussproduktion "Das Gedächtnis des Wassers" der britischen Autorin Shelagh Stephenson behandelt ab 24. August auf tragikomische Weise das Beziehungsleben der Geschlechter.

Dazwischen knistert es erotisch auf der Leinwand: 18 vorwiegend europäische Filmproduktionen von "Casino Royal" bis hin zum Stummfilm "Café Electric" sollen von 10. Juli bis 3. August für prickelnde Erlebnisse sorgen. Vier Filme für Kinder ab sechs Jahren bieten ein erotikfreies Jugendprogramm.

Andrea Händlers Produktion "Diskret" (14. August) sowie Josef Haders Programm "Hader muss weg" (2. August) sind als kabarettistische Höhepunkte gedacht. Einen musikalisch-sinnlichen Grenzgang bringt das World Music-Treffen am 18. August mit urtümlichen Klängen aus der Mongolei, Australien, Afrika, Schottland und Österreich. Kindervorstellungen der Asparner Märchenkiste am 28. Juli und 18. August laden junge Theaterbesucher zu fantasiereichen Stunden ein.

Seit vier Jahren präsentiert sich der "Filmhof Wein4tel", ein ehemaliger 400 Jahre alter Gutshof des Schlosses Asparn/Zaya, unter der Leitung von Schauspieler und Regisseur Michael Rosenberg sowie der Unternehmerin Monika Langthaler als Kulturzentrum. Schwerpunkte der künstlerischen Arbeit sind Film und Theater. (APA)

  • Sigourney Weaver, Stuart Wilson und  Ben Kingsley in Roman Polanskis "Death and the Maiden" (1994), der im Filmprrogramm läuft - parallel zur Eigenproduktion "Der Tod und das Mädchen" von Ariel Dorfman in einer Inszenierung von Harald Posch (Premiere: 3. Juli)
    foto: filmhof/ fine line

    Sigourney Weaver, Stuart Wilson und Ben Kingsley in Roman Polanskis "Death and the Maiden" (1994), der im Filmprrogramm läuft - parallel zur Eigenproduktion "Der Tod und das Mädchen" von Ariel Dorfman in einer Inszenierung von Harald Posch (Premiere: 3. Juli)

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