Der Unterschied zwischen Armin Assinger und Hansi Müller

2. Juli 2007, 11:11
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Der international un­bekannte Moderator be­kommt als Klagenfurter EM-Werber 6.000 Euro pro Tag - der deutsche Ex-Kicker gar nichts

Klagenfurt - Aufregung gibt es in Kärnten um die Gage für den von der Stadt Klagenfurt als Werbe-Botschafter für die Fußball-EM 2008 engagierten ehemaligen Skirennläufer und ORF-Millionenshow-Moderator Armin Assinger. Dieser erhält pro Arbeitstag 6.000 Euro, während es etwa der frühere deutsche Fußballnationalspieler und Innsbruck-Legionär Hansi Müller für die Tiroler Landeshauptstadt unentgeltlich macht. Kritiker des Assinger-Engagements machen zudem geltend, dass der Kärntner außerhalb Österreichs weitgehend unbekannt sei.

"In Innsbruck gibt's den EM-Botschafter gratis" titelte am Mittwoch die Zeitung "Kärntner Woche" als Aufmacher auf der Titelseite. Das Blatt berichtet auch von Hochrechnungen, laut denen Assinger für seine Aktivitäten in der Zeit vor der Fußball-EM für den Vorrunden-Austragungsort Klagenfurt insgesamt 300.000 Euro netto verdienen werde. Das wird aber von Bürgermeister-Sprecher Adi Krumpl dementiert: An maximal zehn Tagen heuer und an weiteren fünf im kommenden Jahr solle der Gailtaler für Klagenfurt Stimmung machen, was in Summe höchstens 90.000 Euro ausmachen werde.

Kritik an Assingers Gage kommt jedenfalls vom BZÖ und den Grünen. Für diese Ausgaben von Steuergeld gebe es keinen Stadtsenatsbeschluss. Der Klagenfurter Bürgermeister Harald Scheucher (V) ist hingegen zufrieden: Assinger passe "haargenau", um die Kärntner Bevölkerung auf das kommende Großereignis einzustimmen. Auch SPÖ-Vize Ewald Wiedenbauer freut sich über den "sympathischen Werbeträger".

Die "Kärntner Woche" zitiert allerdings Martin Schnitzler vom Organisationskomitee der Host City Innsbruck: "Hansi Müller bekommt von uns nichts außer den Fahrtspesen." Die Zeitung startet deshalb eine Umfrage mit den Titel: "Ist Armin Assingers Gage als EM-Botschafter von Klagenfurt gerechtfertigt?". Der Ex-Abfahrtsläufer sieht seine Aufgabe darin, "Emotionen anzuzünden und Kärnten in der Welt positiv darzustellen". (APA)

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    Armin Assinger und Hansi Müller.

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