Organhandel: Neue Vorwürfe gegen China

23. Mai 2007, 22:01
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Amnesty International: "Florierender Handel"

Peking - Neuerlich wird die chinesische Regierung wegen Organentnahmen aus den Körpern von Hingerichteten kritisiert. Menschenrechtsorganisationen gehen seit Längerem davon aus, dass es in China einen florierenden Handel mit solchen Organen gibt.

Der Bedarf an Organspenden ist in der Volksrepublik enorm, da es kaum freiwillige Spender gibt. Schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen im Jahr warten auf ein Spenderorgan, aber nur 10.000 Transplantationen werden jährlich durchgeführt. Nach konfuzianischer Tradition soll der Körper eines Toten aus Achtung vor den Vorfahren unversehrt bleiben, die meisten Chinesen verweigern daher eine Organspende.

Potenziell verfügbar sind jedoch die Organe von Hingerichteten. Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge wurden 2005 in China mindestens 1770 Menschen hingerichtet, das entspricht etwa 80 Prozent aller Hinrichtungen weltweit. (AP/DER STANDARD-Printausgabe, 23.5.2007)

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