"Nobelpreis" der Mathematik, mit 755.000 Euro dotiert, für grundlegenden Beitrag zur Wahrscheinlichkeits- Rechnung
Oslo - Der US-Wissenschafter Srinivasa S.R. Varadhan
(67) hat am Dienstag in Oslo den hoch dotierten norwegischen
Abel-Preis für Mathematik erhalten. Der Preis wurde dem in Indien
geborenen Varadhan von König Harald V. überreicht.
Die Osloer Jury begründete ihre Entscheidung für den in New York
lehrenden Varadhan mit seinem "grundlegenden Beitrag zur
Wahrscheinlichkeitsrechnung und dafür, dass er eine einheitliche
Theorie für große Abweichungen geschaffen hat".
Der mit sechs Millionen Kronen (755.000 Euro) dotierte Abel-Preis
wird wie die Fields-Medaille der Internationalen Mathematischen Union
oft mit dem Nobelpreis verglichen. Varadhan lehrt am New Yorker
Courant-Institut für Mathematische Wissenschaften. Von hier kam mit
seinem Landsmann Peter D. Lax auch der Preisträger des Jahres 2005.
"Konzeptuelle Stärke und zeitlose Schönheit"
In der Begründung hieß es weiter: "Varadhans Arbeiten zeichnen
sich durch große konzeptuelle Stärke und zeitlose Schönheit aus.
Seine Ideen haben einen enormen Einfluss ausgeübt und werden noch
lange zu weiteren Forschungen anregen."
Die Auszeichnung ist nach dem 1829 gestorbenen norwegischen
Mathematiker Niels Henrik Abel benannt. Varadhan ist der fünfte
Preisträger seit der ersten Vergabe 2003. Im vergangenen Jahr wurde
der schwedische Mathematiker Lennart Carleson ausgezeichnet. (APA/dpa)