Tetra Pak macht Minus wett

14. Juni 2007, 16:00
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Der Umsatz in Österreich legte 2006 - nicht zuletzt wegen des neuen Großkunden Berglandmilch - deutlich zu

Wien - Der im Familienbesitz stehende schwedische Verpackungskonzern Tetra Pak hat in Österreich 2006 sein Minus aus dem Jahr 2005 wettgemacht und die Umsätze um 20,8 Prozent auf 75,6 Mio. Euro (2005: 62,6 Mio.) steigern können. Zurückzuführen sei das kräftige Plus großteils auf den Neukunden Berglandmilch, sagte Wolfgang Niestroj, Geschäftsführer von Tetra Pak Österreich und Ungarn, am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien. Die größte heimische Molkerei füllt seit Herbst 2005 seine Haltbarmilch Formil im Tetra Pak ab.

Insgesamt wuchs die Zahl verkaufter Verpackungen in Österreich im Vorjahr um sieben Prozent auf 675 Millionen Stück mit einem Volumen von 751 Millionen Liter Flüssigkeit. Weltweit haben die Umsätze des Verpackungsherstellers um 5 Prozent auf 8,5 Mrd. Euro (2005: 8,1 Mrd.) zugelegt. Die Absatzsteigerung betrug 2006 weltweit 7,4 Prozent, 129,7 Milliarden Verpackungskartons mit einer Füllmenge von rund 67,4 Milliarden Litern wurden abgesetzt.

Deutliches Absatzplus 2007

Für das laufende Jahr 2007 rechnet Niestroj wieder mit einem deutlichen Absatzplus. "Eine Vorhersage (in Zahlen, Anm.) habe ich mir abgewöhnt", erklärte er. Österreichs Markt entwickle sich entgegen den internationalen Trend, sagte der Manager. Während weltweit kleinere Verpackungen produziert und verkauft werden, werde in Österreich immer mehr zu größeren Verpackungen gegriffen.

Die größten Absätze verzeichnete Tetra Pak Österreich im Vorjahr bei Milchprodukten. Der Gesamtabsatz bei flüssigen Milchprodukten im Tetra Pak stieg im Jahr 2006 um 14 Prozent. Milch und flüssige Milchprodukte machten einen Verkaufsanteil von 59 Prozent aus. Der Absatz an Verpackungen bei Fruchtsaft- und Teegetränken betrug 40 Prozent, das Segment Wein und Sojaprodukte hat einen Anteil von einem Prozent.

Der Marktanteil von Tetra Pak bei heimischen flüssigen Milchprodukten liegt laut dem Unternehmen bei 49,2 Prozent, bei Fruchtsäften inklusive Tee und Kaffeegetränken betrage dieser 44,5 Prozent. Der Markt für Wasser (Mineral, Soda, stilles Wasser) bleibt aber mit 75 Prozent PET-dominiert. 23 Prozent werden in Glas abgefüllt.

Der weltweit größte Absatzmarkt für Tetra Pak war auch 2006 wieder mit deutlichem Vorsprung von 18 Milliarden verkaufter Packungen China, gefolgt von Brasilien (8 Milliarden), das Deutschland absatzmäßig überflügelte (7,3 Milliarden), vor Japan, den USA und Spanien. Das Unternehmen verkauft seine Verpackungen in 165 Ländern und beschäftigt rund 20.250 Mitarbeiter weltweit. (APA)

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    foto: tetra pak
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