Palmöl für Saurier unter den Motoren

1. Juli 2007, 18:58
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Mehr Bio künftig auch für Schiffsantrieb

Wien – Steigende CO2-Emissionen und der dadurch ausgelöste Klimawandel erhöht den Druck auf Schadstoffreduzierung nun auch in der Schifffahrt. Angesprochen ist in erster Linie die Großmotorenindustrie, die sich bis einschließlich Donnerstag ein Stelldichein in Wien gibt. "Bei der Entwicklung von Automobilmotoren sprechen alle vom Hybridantrieb, bei Großmotoren auf Hochseeschiffen ist das seit Jahrzehnten Wirklichkeit", sagte Karl Wojik, Präsident des derzeit derzeit stattfindenden Weltkongresses der Großmotorenindustrie. Technologisch seien die Hersteller von Großmotoren "die Avantgarde"; nun gehe es darum, entsprechend saubere, energieeffiziente Antriebsmittel einzusetzen. Neben dem Dieselmotor, der auch in den nächsten Jahrzehnten die bedeutendste Antriebstechnologie bleiben werde, erlangten Gasmotoren eine zunehmend größere Bedeutung. Dabei würden Erdgas, Klärgase und Sondergase aus der chemischen Industrie eingesetzt. Aber auch Biokraftstoffe wie Palmöl oder Altöl von Hotelküchen könnten in diesen Motoren verbrannt werden, sagte Wojik, der in seinem Hauptberuf für die Grazer AVL List tätig ist. In Österreich ist ein halbes Dutzend Firmen im Großmotorenbaus tätig, einige wie AVL mit Weltgeltung. (stro, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22.05.2007)
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