Wie religiös ist Österreich?

von Redaktion  |  20. Februar 2008, 14:00
  • Artikelbild: Pastoraltheologin Regina Polak: "Bei den Erwachsenen sind immer noch zwei Drittel religiös." - Foto: REUTERS/Stringer

    Pastoraltheologin Regina Polak: "Bei den Erwachsenen sind immer noch zwei Drittel religiös."

Österreich ist ein religiöses Land, große Unterschiede gibt es zwischen Jung und Alt, erklärt Pastoraltheologin Polak im im derStandard.at-Gespräch

Österreich ist ein verhältnismäßig religiöses Land, zumindest wenn man sich die Ergebnisse der europäischen Wertestudie ansieht. "Österreich ist im Vergleich zu anderen Ländern immer noch überdurchschnittlich religiös und kirchlich", erklärt Regina Polak, Pastoraltheologin an der Uni Wien, im derStandard.at-Gespräch

 

Die letzte Studie, deren österreichischen Ableger die Theologin erstellt, wurde im Jahr 2000 erstellt. "Der Wertebegriff, den wir dabei verwenden, ist sehr breit und weit gefasst: Es geht um Einstellungen zu den Lebensbereichen und Lebenshaltungen", erkläutert Polak. Dabei gestellte Fragen: Glauben Sie an Gott? Wie sieht die religiöse Praxis aus: Wie wichtig ist Ihnen der Kirchgang? Finden Sie kirchliche Begleitung bei Hochzeit, Taufe und beim Begräbnis sinnvoll? Ist ihnen religiöse Erziehung wichtig oder nicht?

Unterschied zwischen den Generationen

Einen großen Unterschied gebe es zwischen den Generationen: "Bei den Erwachsenen sind immer noch zwei Drittel religiös, bei den Jugendlichen hat Religiosität für das konkrete praktische Leben keine große Bedeutung", so Polak. Bei der jungen Generation habe die Bedeutung zwischen 1990 und 2000 sogar noch nachgelassen, ebenso seien die Kirchgangsdaten in diesem Zeitraum "in den Keller gerasselt".

Die vielzitierte Rückkehr der Religion wird in der Studie auch in der Praxis bestätigt: "Ich würde das mit verstärkter Aufmerksamkeit für religiöse Fragestellungen und Themen bezeichnen", so Polak. Ein überraschendes Ergebnis: Gerade in den Städten wachse die Bedeutung von Religiosität. "Je urbaner, desto religiöser", fasst Polak den Trend grob zusammen. Ebenso überraschend ist für sie, dass nicht nur der Gottglaube vorhanden sei, sondern auch der Bedarf an einer religiösen Institution. Allerdings hätten die Befragten Probleme mit eben diesen Institutionen.

Ein Stadt-Land-Gefälle gebe es nach wie vor, allerdings zeigt sich hier ein gegenläufiger Trend. Zwar spielen religiöse Traditionen im Alltagsleben auf dem Land nach wie vor eine wichtigere Rolle als in der Stadt, erzählt Polak. Allerdings nehme dies eher ab, eine Entwicklung, die die Wissenschafterin als "Säkularisierungsprozess" bezeichnet. (sof)

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linnea_08
07.03.2009 15:28
je urbaner desto religiöser??


also das kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen.

Hamit_Hatemi
06.10.2009 17:27

Ich schon...

depp am huegel
06.07.2009 20:07

denke, man muss da alle religionsgemeinschaften in betracht ziehen ...

prof. mantak 
19.03.2008 20:06
Wie ABERGLÄUBISCH ist Österreich?

Leider noch viel zu sehr - die Aufklärung hat einen weiten Bogen um dieses Land gemacht.

Die Politiker, der ORF (mit seinem Desinformations- und Verdummungsauftrag) und die Ministrantenvergenusswurzler leisten effiziente Arbeit.

;o)

si net
27.12.2007 06:44

zwischen Religion und religiös ist ein großer Unterschied,
hat nix mit Kirchenbankerldrücken zu tun

fliegendes Bettgestell 
16.06.2007 22:37
Ich glaube, da war der Wunsch Vater des Gedankens

Wenn man die Leute fragt, ob es ein höheres Wesen gibt, so kann ich mir vorstellen, dass ein guter Teil diese Frage bejaht. Wenn man jedoch die Leute über zentrale Glaubensdogmen befragt, wie etwa die Jungfernschaft Marias, so glaube ich eher, dass die grosse Mehrheit dem gesunden Menschenverstand folgend diese Frage verneint.

hast1
22.06.2007 00:54

ein gutes beispiel für unwissen.
die jungfräulichkeit bezieht sich darauf, daß maria von der erbsünde befreit war, also sozusagen jungfräulich im geiste.
hat nix mit pudern zu tun.

NotDarkYet
30.06.2007 18:25
"ein gutes beispiel für unwissen."

Sie haben offensichtlich keine Ahnung!

fliegendes Bettgestell 
22.06.2007 08:22
Sie täuschen sich!

Man darf die Begriffe "Jungferngeburt" und "unbefleckte Empfängnis" nicht vermischen. Letztere bezieht sich auf die Erbsünde, Erstere auf die Jungfernschaft Marias. Die Jungferngeburt wurde beim Konzil zu Ephesos 431 n.Chr. zum Dogma erhoben.

one single voice
30.05.2007 02:52

...ein haufen von freaks hier...

herr hofrat 
23.05.2007 08:12
nicht verwunderlich,

ist dem österreicher an sich ja die obrigkeitshörigkeit, das duckmäusertum und der opportunismus auf den leib geschnitten, sprich in die gene gelegt.

jahrhunderte habsburgerherrschaft und übung im kriechen und kuschen haben ihre spuren hinterlassen.

Güle, güle Hojaç Bey! 
21.08.2007 16:31
jahrhunderte habsburgerherrschaft und übung im kriechen und kuschen haben ihre spuren hinterlassen

Wie immer haben Sie recht.
Die Verhältnisse vor denen wir kuschen sind Legion:
prekäre Arbeitsverhältnisse, megamäßig absahnende CEOs der Konzerne, dem Primat der -für die Manager fürwahr liberalen- Marktwirtschaft schlechthin, Marken- und Designzwang, vor dem Wirtschaftsstandort, der Kostenwahrheit, vor der McWorld generell, usw...
da ist das bisserl Muttergottes ein Lercherlschas dagegen, der Himmelvater möge mir den Vergleich verzeihen.

Pyros
22.05.2007 13:47
Ich wundere mich oft, warum die Menschen heute so gläubig sind:

da glauben die Menschen an Materie, obwohl es keinen einzigen Beweis für deren Existenz gibt. Da glauben die Menschen an den Tod, obwohl noch nie jemand davon berichtet hat, dass er gestorben wäre. Da glauben die Menschen an die Geburt, obwohl sich niemand daran erinnern kann. Wirklich eigenartig, wie leichtgläubig der moderne Mensch ist.

Lord Chaos
29.10.2007 15:24


Gesunder Menschenverstand hilft!

Güle, güle Hojaç Bey! 
21.08.2007 16:33
Ich glaube auch...

...an Paris obwohl ich gar nicht dort bin!

Kevin Mayr
27.08.2007 10:05
Je blöder ein Mensch, desto weniger Glauben hat er

Ja, die Hilton ist sexy. Keine Frage! Aber an sie glauben; na wenn schone, gibt ja über ein Milliarde Inder, die and den Elefanten- und Affengott glauben

prof. mantak 
19.03.2008 20:09
Sie widersprechen sich sogar in 3,5 Zeilen ganz heftig.

Schlussfolgerung: Sie sind religiös!

bibliothekar
22.05.2007 17:19
Wundern

Ich denke, sie sollten die begriffe beweis, glaube, existenz, zeugenaussage und wissen genauer untersuchen. Es empfehlen sich gängige einführungen in die erkenntnistheorie.

metall81
22.05.2007 17:22
Die ErkenntnisTHEORIE...

...ist wie der Name schon andeutet auch nur eine Theorie.

bibliothekar
22.05.2007 17:31
Auch nur?

Im unterschied zu?

metall81
22.05.2007 17:42
Was "im Unterschied zu"????

Die ET ist eine Theorie, die im Hinblick auf die, ihr zugrunde liegenden Dogmen (und NUR im Hinblick darauf!) schlüssig ist. Nicht mehr und nicht weniger.

NICHTS AUF DER WELT LÄSST SICH OHNE DOGMEN BEWEISEN ODER WIDERLEGEN!

bibliothekar
22.05.2007 17:48
Nicht ohne

Das sagt ihnen ihre erkenntnistheorie?

Leo Trotzki 
22.05.2007 16:38
Köstlich!

(Ein Beweis dafür das Gott eine Erfindung des Menschen ist)

Link 
19.06.2007 14:50

Gott ist ja auch eine Erfindung des Menschen. xD
Denn der Mensch sucht für alles einen Grund und so ergab sich im Laufe der Zeit der Gedanke, dass irgendjemand für all das verantwortlich sein muss.
Bitte, wenn es so ist hat derjenige aber großen Mist gebaut. Bei der derzeitig schlechten Weltsituation glaube ich weder an Gott noch an sonst irgendeinen himmlischen Unfug und dabei bleibe ich auch!

metall81
22.05.2007 16:43
Köstlich!

(Ein Beweis, dass Sie das Posting nicht verstanden haben.)

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