
Pastoraltheologin Regina Polak: "Bei den Erwachsenen sind immer noch zwei Drittel religiös."
Österreich ist ein verhältnismäßig religiöses Land, zumindest wenn man sich die Ergebnisse der europäischen Wertestudie ansieht. "Österreich ist im Vergleich zu anderen Ländern immer noch überdurchschnittlich religiös und kirchlich", erklärt Regina Polak, Pastoraltheologin an der Uni Wien, im derStandard.at-Gespräch
Die letzte Studie, deren österreichischen Ableger die Theologin erstellt, wurde im Jahr 2000 erstellt. "Der Wertebegriff, den wir dabei verwenden, ist sehr breit und weit gefasst: Es geht um Einstellungen zu den Lebensbereichen und Lebenshaltungen", erkläutert Polak. Dabei gestellte Fragen: Glauben Sie an Gott? Wie sieht die religiöse Praxis aus: Wie wichtig ist Ihnen der Kirchgang? Finden Sie kirchliche Begleitung bei Hochzeit, Taufe und beim Begräbnis sinnvoll? Ist ihnen religiöse Erziehung wichtig oder nicht?
Unterschied zwischen den Generationen
Einen großen Unterschied gebe es zwischen den Generationen: "Bei den Erwachsenen sind immer noch zwei Drittel religiös, bei den Jugendlichen hat Religiosität für das konkrete praktische Leben keine große Bedeutung", so Polak. Bei der jungen Generation habe die Bedeutung zwischen 1990 und 2000 sogar noch nachgelassen, ebenso seien die Kirchgangsdaten in diesem Zeitraum "in den Keller gerasselt".
Die vielzitierte Rückkehr der Religion wird in der Studie auch in der Praxis bestätigt: "Ich würde das mit verstärkter Aufmerksamkeit für religiöse Fragestellungen und Themen bezeichnen", so Polak. Ein überraschendes Ergebnis: Gerade in den Städten wachse die Bedeutung von Religiosität. "Je urbaner, desto religiöser", fasst Polak den Trend grob zusammen. Ebenso überraschend ist für sie, dass nicht nur der Gottglaube vorhanden sei, sondern auch der Bedarf an einer religiösen Institution. Allerdings hätten die Befragten Probleme mit eben diesen Institutionen.
Ein Stadt-Land-Gefälle gebe es nach wie vor, allerdings zeigt sich hier ein gegenläufiger Trend. Zwar spielen religiöse Traditionen im Alltagsleben auf dem Land nach wie vor eine wichtigere Rolle als in der Stadt, erzählt Polak. Allerdings nehme dies eher ab, eine Entwicklung, die die Wissenschafterin als "Säkularisierungsprozess" bezeichnet. (sof)
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Wenn man die Leute fragt, ob es ein höheres Wesen gibt, so kann ich mir vorstellen, dass ein guter Teil diese Frage bejaht. Wenn man jedoch die Leute über zentrale Glaubensdogmen befragt, wie etwa die Jungfernschaft Marias, so glaube ich eher, dass die grosse Mehrheit dem gesunden Menschenverstand folgend diese Frage verneint.
Wie immer haben Sie recht.
Die Verhältnisse vor denen wir kuschen sind Legion:
prekäre Arbeitsverhältnisse, megamäßig absahnende CEOs der Konzerne, dem Primat der -für die Manager fürwahr liberalen- Marktwirtschaft schlechthin, Marken- und Designzwang, vor dem Wirtschaftsstandort, der Kostenwahrheit, vor der McWorld generell, usw...
da ist das bisserl Muttergottes ein Lercherlschas dagegen, der Himmelvater möge mir den Vergleich verzeihen.
da glauben die Menschen an Materie, obwohl es keinen einzigen Beweis für deren Existenz gibt. Da glauben die Menschen an den Tod, obwohl noch nie jemand davon berichtet hat, dass er gestorben wäre. Da glauben die Menschen an die Geburt, obwohl sich niemand daran erinnern kann. Wirklich eigenartig, wie leichtgläubig der moderne Mensch ist.
Gott ist ja auch eine Erfindung des Menschen. xD
Denn der Mensch sucht für alles einen Grund und so ergab sich im Laufe der Zeit der Gedanke, dass irgendjemand für all das verantwortlich sein muss.
Bitte, wenn es so ist hat derjenige aber großen Mist gebaut. Bei der derzeitig schlechten Weltsituation glaube ich weder an Gott noch an sonst irgendeinen himmlischen Unfug und dabei bleibe ich auch!
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