AMD präsentiert Centrino-Konkurrent "Puma"

10. September 2007, 10:10
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Hybride Grafiklösung bringt Leistung nach Bedarf - Plattform besteht aus dem Griffin-Prozessor und dem RS780-Chipsatz

AMD hat der Öffentlichkeitam Freitag, einen Einblick in die kommende Notebook-Plattform "Puma" und die dazugehörige Mobile-CPU "Griffin" gewährt. "Puma wurde entwickelt, um bei höherer Systemleistung und längerer Batterielaufzeit beste Grafik- und Videoanwendungen bieten zu können", heißt es von Seiten AMDs. Die Puma-Plattform besteht aus dem Griffin-Prozessor und dem RS780-Chipsatz. Die auffälligste Neuerung ist die Hybrid-Lösung beim Grafiksystem "PowerXPress", wodurch der Betrieb von zwei Grafiklösungen im System möglich ist.

"PowerXPress ermöglicht den Wechsel von integrierter zu diskreter Grafik und umgekehrt."

Notebook-Hersteller haben damit die Möglichkeit, zusätzlich zum integrierten RS780-Chipsatz mit DirectX-10-Grafik eine weitere, stärkere Radeon-Grafikkarte zu verbauen. "PowerXPress ermöglicht den Wechsel von integrierter zu diskreter Grafik und umgekehrt. Sobald das Notebook vom Stromnetz geht, wird auf die sparsamere, integrierte Grafik umgeschaltet. Wird etwa zum Spielen hohe Grafikpower benötigt, geschieht der Wechsel von der integrierten zur diskreten, leistungsstarken Grafik. Das Umschalten ist ohne Neustart möglich", erklärt AMD-Sprecher Stephan Schwolow gegenüber pressetext. Des Weiteren unterstützt der Chipsatz die beschleunigte Wiedergabe von Blu-Ray-Medien sowie HD-DVDs und kann Displays per VGA, DVI, HDMI, S-Video und dem neuen Display Port ansteuern. Zudem arbeitet er mit Flash, um die Vista-Funktionen Ready-Boost Ready-Drive zu unterstützen.

HyperTransport 3

Bei Griffin handelt es sich um einen eigens für den Notebook-Einsatz entwickelten Prozessor, der in 65-Nanometer-Technik gefertigt wird. Der Dual-Core-Prozessor nutzt HyperTransport 3 für die Anbindung an das System. Die CPU besitzt einen integrierten DDR2-Speichercontroller mit einer unabhängigen Spannungsversorgung. Die beiden Rechenkerne verfügen ebenfalls über eine eigene Spannungsversorgung und einen separaten Taktgenerator. So können die Rechenkerne unabhängig voneinander mit einer anderen Taktfrequenz und Spannung arbeiten, die je nach anstehender Rechenarbeit adaptiert werden. Im sogenannten "Deeper Sleep-Modus" arbeitet der Kern nicht mehr und wird nur noch mit sehr niedriger Spannung betrieben. Die Systemverbindung kann ebenfalls abgeschaltet werden.

"Santa Rosa"

AMD will die Mobilplattform Mitte des kommenden Jahres auf den Markt bringen und damit als Alternativprodukt zu Intels Centrino-Plattform "Santa Rosa" positionieren. Bis dahin bietet AMD eine aufgerüstete Version der aktuellen Plattform mit einem 65-Nanometer-Turion 64 X2 und dem Mobil-Chipset 690. (pte)

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