Frühlingspils

11. Juni 2007, 10:53
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Brauerei: Fischerbräu
Braumeister: Andreas Hartl
Typ: Pils
Alkohol: 4,7 % ABV

Das Wiener Fischerbräu gilt mit dem Gründungsdatum 1985 als älteste Gasthausbrauerei Wiens und sie ist nach wie vor eine der bestbesuchten. Lange wurde hier nur eine Sorte Bier gebraut, das nach dem Gründer Sepp Fischer benannte Fischer Helle - in den letzten Jahren hat die Biervielfalt deutlich zugenommen. Braumeister Andreas Hartl hat für dieses Frühjahr ein Pilsbier gebraut, für das er einen besonderen Aromahopfen genommen hat: Den im heurigen Jahr besonders seltenen Cascade aus dem US-Bundesstaat Washington. Dessen ohnehin nicht große Erntemenge wurde durch einen Bran in einem Lagerhaus im Herbst 2006 noch empfindlich reduziert - in Europa ist das feine Biergewürz heuer nur in homoöpatischen Dosen zu bekommen. Andreas Hartl verwendet davon nur die letzten beiden (Aroma-)Hopfengaben, die Grundbittere wird durch die europäiche Mittelgebirgs-Hopfensorte Perle dargestellt. Insgesamt kommt das Bier auf etwa 27 Bittereinheiten und ist damit ein eher mildes Pils.

Die Farbe des Frühlingspils ist dunkel-goldgelb, es hat eine leicht hefige Nase und wirkt im Antrunk ein wenig vollmundig für den Typ. Der runde Geschmack und der fast cremige Eindruck am Gaumen wird durch die leicht kräuterartigen Aromen, die prickelnde Kohlensäure und das für den Cascade typische Zitrusaroma balanciert, was dann insgesamt sehr sortentypisch wirkt. (cs)

  • Mit fruchtig-blumigen Hopfen.
    foto: conrad seidl

    Mit fruchtig-blumigen Hopfen.

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