
Der Schriftsteller Gerhard Roth, bekannt unter anderem für seine Essays über Gefängnisse und Gerichte, setzt diese Serie im STANDARD mit Texten über das Asylwesen fort. Über die Diskrepanz zwischen modernen Flüchtlingsbewegungen und den Umgang mit ihnen.
Auf dem Platz gleich daneben hatten eines heißen Sommertags 2002 rund 150 Kosovaren die Anwesenheit von Journalisten genützt, um durch einen Sitzstreik auf die damals unzumutbaren Wohnbedingungen aufmerksam zu machen. Diesmal blieb mir ein älterer, grauhaariger Mann mit einem staubigem Koffer im Gedächtnis, der in Begleitung eines erregt auf ihn einredenden jüngeren Schwarzhaarigen des Weges kam.
Misstrauen
Bei Gerhard Roth, dem Schriftsteller, der das berüchtigte "Lager" Traiskirchen an diesem Tag zum ersten Mal von innen sah, rief diese Leere Misstrauen hervor. Vielleicht habe man unmittelbar vor unserer Ankunft das Taschengeld ausgezahlt, mutmaßte er. Unmöglich wäre das nicht: Dass Schreibern abseits der Krone von den für Flüchtlinge offiziell Verantwortlichen hier am liebsten kein Zugang erteilt würde - und wenn schon, dann so begrenzt wie möglich - ist nicht neu.
Wie schon öfter, so auch diesmal: Anrufe eines Kollegen im Innenministerium, dass Roth und Begleitung einen Besuch in Traiskirchen und in der Wiener Schubhaft, der "Liesl" plane, blieben unbeantwortet. Erst ein Anruf aus der Standard-Chefetage brachte Bewegung ins Spiel.
Pauschale Gefahr
Später wurde Roth von Beamten gefragt, ob er sich darüber im Klaren sei, dass er sich im Schubgefängnis einer gewissen Gefahr aussetzen werde. Menschen, die man im Rahmen simpler Verwaltungsabläufe eingesperrt hat, wurden pauschal zur Gefahr erklärt. Auch das nicht neu.
Das ist keine Klage, sondern eine Schilderung: Klagen wäre im internationalen Vergleich, angesichts der Repression, die andere Staaten kritischen Beobachtern gegenüber an den Tag legen, vermessen. Doch gerade der Wohlstand und die Freiheit, wie sie freier auf dieser Welt derzeit nicht zu haben ist, bringt Verfolgte und Entrechtete dazu, nach Europa zu flüchten. Und es wird immer fraglicher, ob die rein sicherheitspolitische Antwort, die Österreich derzeit gibt, die richtige ist.
Zweierlei habe ihn am österreichischen Flüchtlingswesen überrascht, sagte Roth nach seinen Lokalaugenscheinen. Erstens, dass sich die Lokalitäten zwar in relativ gutem Zustand befänden, die Mentalität der verantwortlichen Beamten aber weiterhin "ungebrochen jene der 1950er-Jahre" sei. Zweitens, wie heftig und wie global das Elend sei, dass heute an die Grenzen klopfe. Neue Herausforderungen, beantwortet mit den Einstellungen von vorgestern: eine größer werdende Diskrepanz. (Irene Brickner; DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.5.2007)
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Klagenfurter Wifi hilft Asylwerber, der zehn Tage vor Beendigung eines Schweißkurses abgeschoben wurde
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wäre vonnöten. Und es wäre auch von Nöten, daß man zwischen Zuwanderung (die nötig ist) und Asyl unterscheidet. Hier will jemand einwandern? Gut! Eine vernünftige Einwanderungsquote, Bestimmungen, die dies ermöglichen (Green Card) und Hilfe bei der Integration. Andererseits versteh ich gut, daß wenn jemand über den Umweg Asyl einwandern will, daß das so nicht geht. In einem vorigen Artikel war von einer albanischen Familie aus Mazedonien die Rede. Politische Verfolgung? Bedrohung von Leib und Leben? Nein. Mazedonien ist mittlerweile EU-Beitrittskandidat. Wirtschaftliche Existenzängste? JA! Natürlich. Hohe Arbeitslosigkeit - kaum Zukunftsaussichten. Daher wie gesagt - Einwanderung statt Asyl. Aber das scheint bei den Emmotionen unmöglich.
Ich habe es im derstandard gelesen, eine nette onlinezeitung, wo ohne rumtee manches verloren geht.
Ich saufe meinen rumtee selber. Bitte ich habe folgendes gelesen in etwa:
Seits dankbar das uns gibt, mir habn estereich aufbaut und gmacht was kan estereicher gmacht hätt!
Das war erstaunlich, weil wir österreicher haben wirklich vieles nicht gern gesehen was da gemacht is wordn.
Trotzdem wir haben, schulgeld, arbeitslosengeld, krankengeld, und mehr bezahlt.
Gebts ma schnell an rumtee damit ich kan roten schädel krieg.
Bin nämlich exministrant!
(c)
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