Warum setzt sich in Österreich die Wartenummer nicht durch?

16. Juli 2007, 13:18
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Von wenigen Ausnahmen abgesehen heißt es: Anstehen mit ungewissem Ausgang - in Reihe oder wildwuchernder Traube

Einmal mehr wird in "Dumm(?) gefragt" die Organisation einer Alltagssituation im internationalen Vergleich gesehen. Unsere Gewinnerin der Woche, die anonym bleiben will, stellt folgende Frage:

"Bin ich eigentlich die Einzige in Österreich, die Wartezettel für eine praktische Sache hält? Anstellen müssen ist eine echte Plage, noch dazu in einem Land, in dem es mit diszipliniertem Queueing nicht besonders weit her ist: in der Hälfte der Fälle bilden sich Trauben, in denen rücksichtslos und hinterhältig gedrängelt wird.

Einige Behörden geben Wartenummern aus, aber warum sind die nicht auch auf der Post obligatorisch? Oder der Bank, am Bahnhof oder meinetwegen auch in stark frequentierten Geschäften? In den Niederlanden oder Schweden hat sich das System viel stärker durchgesetzt: Es gibt Wartezettel sogar mit aufgedruckter Prognose, wie lange es noch dauern wird. Zeit, die sich für bessere Dinge nutzen lässt als gestresst zwischen anderen Gestressten herumzustehen und Ärger aufzubauen. Oder in der man sich wenigstens hinsetzen kann, ohne seinen Platz zu verlieren."

Gründung einer Bürgerinitiative gewünscht? Diskutieren Sie's unter sich aus! (red)

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