Gewinnspiel: Die 50 größten Bio-Lügen

9. Oktober 2007, 14:44
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Wir lieben "Bio", aber wir lassen uns nicht gerne verarschen, so der Autor und Journalist Markus Groll in seinem neuesten Buch

Dass viel verschieden Biosiegel für Verwirrung sorgen ist noch harmlos. Aber dass es für Bio-Kühe kaum Ausnahmeregelung beim Tiertransport gibt, ist schon bedenklicher. Fakten wie diese, deckte der Autor und Journalist Markus Groll mit seinem Kollegen Gernot Loitzl in dem kürzlich erschienen "50 größten Bio Lügen" auf.

Denkanstoß für mündige Konsumenten

Das Buch soll kein Gegenargument zu Bio, sondern ein Denkanstoß für mündige Konsumenten sein, sagen die Autoren. Trotzdem verliere so mancher "Biofreak" seine ökologische-naive Unschuld: So etwa beim stärksten Verkaufsargument mancher Öko-Marktstrategen, dass Bio gesünder sei.

Nach Durchsicht der wichtigsten internationalen Studien kommen die Autoren zu der ernüchternden Erkenntnis, dass die Wissenschaft derzeit einfach keinen direkten kausalen Zusammenhang zwischen Verzehr von Bio-Lebensmitteln und besserer Gesundheit herstellen kann.

Marketing-Gag Vitaminvorteil

Was etwa auch daran liegt, so die Autoren, dass der angebliche Vitaminvorteil von Bio ein reiner Marketing-Gag ist. Zum einen differiere der Vitamingehalt von Obst und Gemüse weit eher nach Kriterien wie Standort, Reifegrad, Liegedauer, Sorte, Sonneneinstrahlung der Obst- oder Gemüseprodukte als nach ihrer Produktionsweise.

Keine Sonderregelung beim Tiertransport

Und bei manchen Themen werden Bio-Fans echt enttäuscht. So fanden die Autoren etwa heraus, dass es für Bio-Kühe keineswegs eine Sonderregelungen zum Transport in den Schlachthof gibt. Im Gegenteil: Weil es viel weniger bio-zertifizierte als konventionelle Schlachthäuser gibt, und die Bauern in der Regel weniger Tiere abgeben, müssen die Transportrouten über längere Strecken geführt werden, um eine rentable Größenordnungen zu erreichen.

Und wer hätte gedacht, dass die simplen Glashausparadeiser ganz legal ein Bio-Siegel tragen dürfen. Zumindest in Österreich ist das Beheizen in den Bio-Richtlinien durchaus gestattet.

Was ist wirklich "Bio"?

In den fünf Kapiteln klären die Autoren auf, wann Ei, Milch Huhn und Co wirklich Bio sind und wann nicht. Sie entlarven, wie und wo vermeintliche Bioware an den Konsumenten gebracht wird und untersuchen, was Bio-Landwirte versprechen und nicht halten können. (red)

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Die 50 größten Bio-Lügen
von Markus Groll, Gernot Loitzl

Hubert Krenn Verlag, 152 Seiten
€16,90
ISBN 978-3-902532-29-9

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    Bio Kühe haben es nur auf der Weide besser - Keine Ausnahmen gibt es beim Tiertransport

  • Markus Groll ist langjähriger Redakteur des Wirtschaftmagazins "trend" sowie Herausgeber und Co-Autor der Bestseller "Die 50 größten Fitness-Lügen", "Die 50 größten Diät-Lügen" und "Die 50 größten Wein-Lügen".

Gernot Loitzl wiederum enthüllt als ehemaliger Mitarbeiter einer großen österreichischen Bio-Kontrollstelle die gerne versteckten Lücken im Kontrollsystem.

    Markus Groll ist langjähriger Redakteur des Wirtschaftmagazins "trend" sowie Herausgeber und Co-Autor der Bestseller "Die 50 größten Fitness-Lügen", "Die 50 größten Diät-Lügen" und "Die 50 größten Wein-Lügen".

    Gernot Loitzl wiederum enthüllt als ehemaliger Mitarbeiter einer großen österreichischen Bio-Kontrollstelle die gerne versteckten Lücken im Kontrollsystem.

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