Microsoft präsentiert VoIP-Hardware für Massenmarkt

23. Juli 2007, 12:37
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Zukunftsmarkt Webtelefonie lockt Industriegrößen aus der Reserve

Microsoft hat eine Reihe von Hardware- und Softwarelösungen im Bereich VoIP angekündigt, die der Webtelefonie zum Durchbruch auf dem Massenmarkt verhelfen soll. Für die neuen Lösungen, die im Rahmen der Microsoft Windows Hardware Engineering Konferenz in Los Angeles ab morgen, Dienstag, präsentiert werden, hat Microsoft mit einer Reihe von Technologiepartnern zusammengearbeitet. Zu den insgesamt neun Herstellerpartnern zählen unter anderem Branchengrößen wie Samsung, NEC oder LG-Nortel.

Zug soll nicht verpasst werden

Mit der geplanten Marktoffensive macht Microsoft deutlich, dass es beim Zukunftsmarkt Webtelefonie auf keinen Fall den Zug verpassen will. Dabei verfolgen die Redmonder eine zweigleisige Strategie, die neben den Unternehmenskunden auch die Konsumenten des Massenmarkts für sich gewinnen will. "Schon jetzt bieten wir unseren 280 Mio. Live-Messenger-Kunden die Möglichkeit, IP-Telefonie auf kostengünstige Weise zu nutzen", erklärt Microsoft-Austria-Sprecher Thomas Lutz im pressetext-Gespräch. "Ganz generell findet aber auch im Bereich der Unternehmenskommunikation der Wechsel von traditioneller zu IP-gestützter Technologie statt. Unsere Software-Lösungen sollen der nahtlosen Integration und Verknüpfung der verschiedenen Kommunikationskanäle den Weg ebnen", so Lutz.

"Es ist kein Geheimnis, dass der Weg zum VoIP-Massenmarkt unter anderem auch über die Entwicklung im Hardware-Bereich führt"

Microsoft ist nicht der einzige Konzern, der sich derzeit verstärkt dem Thema Webtelefonie zuwendet. Erst vor wenigen Tagen hatte die Ankündigung für Aufsehen gesorgt, dass Intel den VoIP-Anbieter Jajah im Rahmen einer 20-Mio.-Dollar-Finanzspritze unterstützen wird. Die Kooperation wird in der Branche als weiteres Indiz dafür gesehen, dass verstärkt auch Hardware-Hersteller auf den VoIP-Zug aufspringen wollen. "Es ist kein Geheimnis, dass der Weg zum VoIP-Massenmarkt unter anderem auch über die Entwicklung im Hardware-Bereich führt. Intel ist ein absoluter Hardware-Spezialist und daher für uns natürlich ein Traumpartner", erklärt Jajah-Sprecher Tilo Bonow im pressetext-Interview.

Wlan

Als Beispiel verweist Bonow auf ähnliche Entwicklungen bei der WLAN-Technologie. Diese habe lange ein Nischendasein geführt, da die dafür notwendigen Hardware-Voraussetzungen zunächst auf komplizierte Weise extern nachgerüstet werden mussten. Die standardisierte Integration von WLAN-Modulen in Prozessorenchips sieht Jajah daher als Vorbild für die Zukunft von VoIP-basierten Diensten. So könnte die bessere hardwareseitige Unterstützung von VoIP die Nutzung der Technologie erleichtern und damit für den Massenmarkt interessant machen.(pte)

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