Knesset begeht 40. Jahrestag der Herrschaft über ganz Jerusalem

Redaktion, 21. Mai 2007, 12:32

Israel besetzte und annektierte 1967 Ostteil der Stadt - Olmert für Ausdehnung der Grenzen Jerusalems

Jerusalem - Mit einer Sondersitzung des Parlaments haben in Israel am Montag die Feiern zur umstrittenen Wiedervereinigung Jerusalems vor 40 Jahren begonnen. "Wir haben den Auftrag und die Verpflichtung, die Stadt weiter zu entwickeln und ihren Status als Hauptstadt zu festigen", sagte Ministerpräsident Ehud Olmert bei der Feierstunde in der Knesset.

Israel hatte den arabisch-dominierten Ostteil der Stadt 1967 im Sechs-Tage-Krieg zunächst besetzt und später annektiert. In einem Grundgesetz von Juli 1980 erklärte das Parlament Jerusalem zu seiner "ewigen und unteilbaren Hauptstadt". International ist der Status der Stadt umstritten. Das gesamte diplomatische Corps boykottierte deshalb die Veranstaltung in der Knesset.

Olmert - ehemaliger Bürgermeister von Jerusalem - betonte, 40 Jahre nach der "Wiedervereinigung" solle die Stadt keine Konflikte mehr schüren sondern lösen. Ex-Regierungschef Benjamin Netanyahu kritisierte die internationalen Vertreter für den Boykott der Feierlichkeiten. "Als König David vor 3000 Jahren beschloss, Jerusalem zu seiner Hauptstadt zu machen, gab es den Großteil der Nationen der Welt - und insbesondere die heute nicht vertretenen - noch gar nicht", sagte er. Die Botschafter der USA und der EU wollen auch an den offiziellen Zeremonien am "Tag Jerusalems" am Mittwoch nicht teilnehmen. Der Status Jerusalems soll ihrer Ansicht nach in Rahmen einer Gesamtregelung des israelisch-palästinensischen Konflikts geklärt werden.

Grenzen ausdehnen

Bereits am Sonntag äußerte sich Olmert bei einer Zeremonie zum 40. Jahrestag der Eroberung Ost-Jerusalems. "Ich glaube, hoffe und bete, dass wir weiter zusammen daran arbeiten, Jerusalem zu stärken, seine Grenzen auszudehnen, seine Fundamente zu pflegen und an seinen Nachbarschaften zu bauen."

Er hoffe, dass die Welt am Ende die israelische Herrschaft über die Stadt akzeptieren werde. Dies könne gelingen, wenn Israel mit Umsicht die Heiligkeit der drei Glaubensrichtungen Judentum, Christentum und Islam in der Stadt respektiere. (APA/Reuters)

Kommentar posten
Posting 76 bis 84 von 84
1 2 3

Du rechtfertigste als ein Verbot, Aktionen gegen UN-Resolutionen, dadurch das andere dies ebenfalls missbilligen? Kritisieren Sie aber dann bitte auch nicht die anderen das sie Widerstand leisten oder gar Terrorismus verüben. Habe andere Staaten dasselbe Recht wie unsere "Demokratischen Länder", Foltergefängnisse zu beherbegen? Kriege mit Falschaussagen und falschen Beweisen anzufangen? Oder wären Sie da nicht der erste der da dagegen streng protestieren würde.
Und die Legitimation der Ausweitung der Besatzung durch Siedlungsneubau ist einfach nur genauso gefährlich wie die Raketenangriffe auf isr. Gebiet (nicht isr. besetztes Gebiet).
Ihre Kritik ist leider wie immer nur einseitig.

Im eklatanten Widerspruch zu zig UNO Resolutionen und internationalem Recht ...


aber was bedeutet das schon?

Ohmert und Kohorten stehen über all dem ....

Also noch mehr Land den Palästinensern nehmen!

Dies sind also dei Friedensbemühungen des Kriegtreibenden Staates Israel!

Mfg

Jerusalem ist nicht Israel

Weder West-, noch Ostjerusalem.

Ostjerusalem ist die Hauptstadt Palästinas.

Was ist das für ein Staat der sich vorwiegend durch Rechtsbrüche definiert?

Lang lebe Israel und Palästina in Frieden und Freundschaft!

"Jerusalem ist nicht Israel" - Haben sie heute Migräne? Probleme mit der Gesundheit?

Nach der völkerrechtlichen Sicht ist Jerusalem nicht Teil Israels

Das könen sie zB am Faktum ablesen, dass Botschaften so gut wie nicht in Jerusalem angesiedelt wurden.

Im Moment fühle ich mich ganz gut, danke der Nachfrage. :-)

bei ...

... ihnen ist anscheinend der argumentationsnotstand ausgebrochen?

"dann werrden wirr polen von der landkarrte rradieren!"

hauptstadt palestinas , auch west jerusalem

erstens gibt es (noch) keinen staat palestina
zweitens west jerusalem ist auf dem (uno) urspruenglichem territorium israels
drittens , warum juedisches viertel im osten soll palestina gehoeren?

wer sowas sagt was sie sagen, der will keinen frieden.

Weder West, noch Ostjerusalem ist Teil Israels

Da es nicht sehr viel Hoffnung gibt dass beide die Stadt als Hauptstadt verwenden können ist die Realisierung des anerkannten rechtlichen Status Quo, nämlich eine Ausklammerung Jerusalems wohl der zielführendste Weg.

Kommentar posten
Posting 76 bis 84 von 84
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.