AUA legt sich Latte bei SOP höher

2. Juli 2007, 14:07
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Aktionärsforderungen bei Aktienoptionsprogramm erfüllt

Wien - Der AUA-Vorstand setzt sich höhere Ziele zur Erreichung des Aktienoptionsprogrammes, das die Hauptversammlung in der Vorwoche grundsätzlich beschlossen hat. Darauf hat sich AUA-Chef Alfred Ötsch heute, Freitag, mit dem Aufsichtsratspräsidium verständigt, teilte die AUA am Freitag mit. Das sei "als Signal zu werten, dass ehrgeizige und sehr herausfordernde Ziele erreicht werden sollen".

Aktionäre und Belegschaftsvertreter hatten bei der HV die als zu bescheiden empfundenen Hürden für die Ausübung der Optionen heftig kritisiert. Der ursprünglich für die gesamte erste Tranche festgelegte Mindestgewinn je Aktie von 30 Cent entspreche einer Nettoumsatzrendite von nur einem Prozent, hieß es. Das gesamten Optionsprogramm besteht aus fünf Tranchen.

Für die erste Tranche des Stock Options-Programms (SOP) muss die AUA bei Ausübung im Geschäftsjahr 2009 unverändert einen Gewinn je Aktie von 30 Cent aufweisen. Sollen die Optionen erst 2010 ausgeübt werden, muss es der Gewinn je Aktie aber bei mindestens 1 Euro - statt bisher 30 Cent - liegen. Außerdem muss der Kurs um 20 Prozent über dem aktuellen Niveau liegen, bisher lag die Latte bei 15 Prozent.

Für die zweite Tranche des Aktienprogramms wurde heute der zur Ausübung der Optionen erforderliche Mindestgewinn je Aktie mit 1 Euro (im Geschäftsjahr 2009) festgelegt.

Formal müssen die revidierten Ausübungsziele noch in einer Aufsichtsratssitzung beschlossen werden. Dieser Beschluss dürfte in absehbarer Zeit gefasst werden, hieß es.

Aktionär Rupert-Heinrich Staller, der heftigste Kritiker an der niedrigen Gewinnlatte bei der HV, zeigte sich am Freitagnachmittag sehr zufrieden mit der Anhebung des Gewinnzieles. AUA-Chef Ötsch habe damit "Leadership" bewiesen, bemerkenswert sei auch, dass die staatliche Beteiligungsholding ÖIAG - mit 37,9 Prozent größter AUA-Aktionär - ihre ursprüngliche Entscheidung revidiert habe. (APA)

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