Uni-Ärzte fordern weniger Arbeit und mehr Geld

13. Juli 2007, 12:17
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Resolution: An Uni-Kliniken sind Arbeitszeiten von 70 bis 80 Wochenstunden belegt

Wien - Die Universitätsärzte an den Medizinischen Unis Wien, Innsbruck und Graz fordern nach einer Betriebsrätekonferenz in einer Resolution "Gesetzes-konforme Arbeitszeiten". Weiters bräuchte es "Kollektivverträge mit leistungsgerechter, international vergleichbarer, fairer Bezahlung" sowie ein "durchgängiges und attraktives Karrieremodell", so die Personalvertreter von rund 5.000 Wissenschaftern.

"Umfangreich belegt"

Mehr als zehn Jahre nach In-Kraft-Treten des Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetzes würden Ärzte in Uni-Kliniken noch immer 70 bis 80 Wochenstunden arbeiten, bemängeln die Vorsitzenden der Betriebsräte der drei Unis. Dies sei durch Arbeitszeitaufzeichnungen "umfangreich belegt". Nach wie vor würden diese Übertretungen an Kliniken nicht bestraft.

Die Ärztevertreter bemängeln weiters, dass es für Spitzenmediziner ohne Kollektivvertrag keine sicheren Karrierechancen gebe, international kompetitive Gehälter seien "eine Illusion". Schon heute sei es schwierig, in vielen Fächern genug qualifizierte und Ärzte und Wissenschafter zu finden und in Österreich zu halten. (APA)

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