SPÖ präsentierte Aktionsplan

26. Juli 2007, 13:38
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Kalina: Scheckkarten statt Farbausweise - Ausbau der Kontrolle - "Jugendgetränk" als Alkoholersatz

Wien - Die SPÖ hat einen eigenen Aktionsplan gegen das "Komatrinken" Jugendlicher vorgestellt. Gegen die Exzesse sollen nach den Vorstellungen von Bundesgeschäftsführer Josef Kalina etwa bundeseinheitliche Scheckkarten für zwölf- bis 18-Jährige zum Einsatz kommen, und die Kontrolle der bestehenden Jugendschutzgesetze ausgebaut werden, hieß es bei einer Pressekonferenz in Wien. Zudem stellt die SPÖ die Entwicklung eines "Jugendgetränks" in Aussicht, das dem Alkohol Konkurrenz machen soll.

Scheckkarten statt Ausweisen

Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (ÖVP) habe seine "ausdrückliche" Unterstützung bei all ihren Bemühungen gegen den Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen, so Kalina. Allerdings finde er einige Vorschläge "nicht zielführend", etwa die angedachten farbcodierten Ausweise nach Altersgruppen. Kalina hält hier fälschungssichere Scheckkarten mit gut lesbarem Geburtsdatum für Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren für sinnvoller.

Bei den Jugendschutzbestimmungen forderte der SPÖ-Bundesgeschäftsführer die Gesundheitsministerin auf, einen "konkreten Zeit- und Handlungsplan" für einheitliche Jugendschutzbestimmungen vorzulegen. Zwar sollten den Ländern vom Bund in dieser Sache keine Vorschriften gemacht werden, aber für ganz Österreich nachvollziehbare Regelungen müssten möglich sein. Außerdem müssten die Kontrollen ausgebaut und der bestehende Strafrahmen bei Verstößen ausgeschöpft werden. Die derzeitigen Jugendschutzgesetze seien nämlich "derzeit das Papier nicht wert", meinte Kalina.

Keine Alkopops und Werbeeinschränkung für Partys

Daneben sieht der rote Aktionsplan ein Verbot für die Abgabe von Alkopops an Jugendliche ebenso vor, wie ein Werbeverbot für Flatratepartys. Forciert werden soll auch die schulische und außerschulische Präventionsarbeit. Mit der Wirtschaft, Berufsschulen und Jugendlichen will die SPÖ ein Getränk kreieren, das billig ist und dem Alkohol Konkurrenz machen kann. Denn für Kalina "kann es nicht sein", dass in Lokalen immer nur Mineralwasser weniger kostet als Alkohol. (APA)

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