Frauenanteil unter MS-Patienten steigt rasant

26. Juli 2007, 13:41
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Verhältnis fast vier zu eins: Der Grund für den Anstieg des Frauenanteils ist allerdings nicht bekannt

Boston - Unter Patienten mit Multipler Sklerose (MS) hat der Anteil der Frauen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen. Im Jahr 1940 betrug das Verhältnis von Frauen zu Männern unter MS-Patienten in den USA etwa zwei zu eins. Bis zum Jahr 2000 stieg das Verhältnis auf fast vier zu eins, wie eine Studie der Universität von Alabama in Birmingham ergab.

Unbekannter Grund - Lebensumstände überprüfen

Besonders stark nahm der Frauenanteil bei jenen Menschen zu, bei denen die Krankheit früh diagnostiziert wird, wie Untersuchungsleiter Gary Cutter auf einer Fachtagung in Boston berichtete. Der Forscher hatte eine Datenbank mit Informationen zu über 30.000 MS-Patienten ausgewertet. Der Grund für den Anstieg des Frauenanteils ist nicht bekannt. Cutter forderte, die Veränderungen im Leben von Frauen der vergangenen Jahrzehnte systematisch zu überprüfen, etwa den Gebrauch von Verhütungsmitteln, Änderungen im Rauchverhalten, frühere Menstruation, zunehmendes Übergewicht oder höheres Alter bei der Geburt des ersten Kindes. (APA/AP)

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