AUA-Bodenmitarbeiter kämpfen um Kollektivvertrag

2. Juli 2007, 13:57
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Angestellte mehrerer ausländischer Fluggesellschaften hielten eine Reihe von Betriebsversammlungen am Wiener Flughafen ab

Wien - Angestellte mehrerer ausländischer Fluggesellschaften haben am Donnerstag eine Reihe von Betriebsversammlungen am Wiener Flughafen abgehalten. Hintergrund sind die ins Stocken geratenen Kollektivvertragsverhandlungen für die insgesamt rund 300 betroffenen Boden-Mitarbeiter von Airlines wie Lufthansa, British Airways, Air France & Co. Rund 100 Personen beteiligten sich an den Versammlungen, zu Störungen im Flugbetrieb kam es nicht.

Die rege Beteiligung der Angestellten zeige "die große Verärgerung der Belegschaft", teilte die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP) heute mit. Die Arbeitgeber der ausländischen Luftverkehrsgesellschaften hätten bisher "keinen annehmbaren Vorschlag unterbreitet". Die Gewerkschaft fordert die Wiederaufnahme der am 21. März unterbrochenen Verhandlungen und eine Erhöhung der Gehälter entsprechend "der realen wirtschaftlichen Lage".

Angemesse Beteiligung

Die Beschäftigten hätten ein Recht auf eine angemessene Beteiligung am wirtschaftlichen Erfolg - und der sei bei den Airlines derzeit "beträchtlich", erklärte Verhandlungsführer Michael Pieber: "Wir fordern zusätzlich zur Abdeckung der Inflationsrate eine Erhöhung der Gehälter, die einen gerechten Anteil am Erfolg widerspiegelt und einen tatsächlichen Reallohnzuwachs bedeutet".

Das Angebot der Arbeitgeber - der ausländischen Fluggesellschaften - sehe dagegen das Einfrieren der Gehälter vor. Der letzte Arbeitgebervorschlag sei eine Gehaltserhöhung um 1 Prozent ohne Abgeltung der Inflationsrate und damit ohne Reallohnzuwachs gewesen.

Die GPA-DJP sicherte den Betroffenen die Unterstützung für weitere Aktionen zu. Vertreter der AUA-Belegschaftsvertretung hätten sich solidarisch mit betroffenen Boden-Mitarbeitern gezeigt. (APA)

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