Zahl der Asylanträge gesunken

11. Juli 2007, 12:43
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Weniger als 4.000 Anträge - die meisten von Asylsuchenden aus dem Kosovo und Tschetschenien

Wien - Die Zahl der Asylanträge ist im ersten Jahresdrittel 2007 stark gesunken. Nach 4.344 Anträgen im Vorjahr waren es laut Homepage des Innenministerium heuer 3.923. Das entspricht einem Rückgang von 9,69 Prozent. In fast einem Drittel der Fälle wird das in erster Instanz verwehrte Asyl von der Zweitinstanz, dem Unabhängigen Bundesasylsenat, zuerkannt.

Im April wurde heuer in absoluten Zahlen der bisher geringste Flüchtlingszustrom verzeichnet. Nur 862 Anträge wurden gestellt, die meisten Anträge kamen im Jänner mit 1.080. Da gab es allerdings auch den größten Rückgang im Vergleich zu 2006, nämlich 16,6 Prozent.

Der weitere Rückgang erstaunt insofern etwas, als ja die strengeren Asylregelungen nicht mehr neu sind sondern schon 2006 in Kraft waren. Freilich waren die Asylzahlen im Vorjahr noch wesentlich stärker zurückgegangen als heuer. So sackte beispielsweise im April die Zahl der Anträge gleich um mehr als 44 Prozent ab.

Meisten aus dem Kosovo

Die meisten Anträge kamen heuer wie meist aus Serbien - Stichwort Kosovo - und aus Russland - Stichwort Tschetschenien. Russische Bürger erhielten ebenso wie jene Afghanistans und aus dem Irak mehrheitlich positive Bescheide. Bei Bürgern anderer Nationen wurde mehrheitlich negativ entschieden.

Bezüglich der Erledigungen der Anträge wurden heuer in der ersten Instanz (Bundesasylamt) 781 positiv und 963 negativ entschieden. In der zweiten Instanz (Unabhängiger Bundesasylsenat) gab es 747 positive und 1.557 negative Bescheide. Insgesamt wurden 5.696 Fälle behandelt, nimmt man noch jene dazu, die gegenstandslos waren oder zurückgewiesen bzw. eingestellt wurden. (APA)

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