Klar zur Wende

6. September 2007, 12:00
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Der America's Cup läuft noch bis Anfang Juli - Mit diesen Regatta-Uhren macht man danach auch noch gute Figur

Bei oberflächlicher Betrachtung liegen die Dinge ganz einfach: Zwei Segelyachten liefern sich ein Rennen. Den Siegerpokal erhält, wer zuerst durchs Ziel gegangen ist. So in etwa stellen sich Laien ein so genanntes Match Race im Kampf um den America\s Cup vor. Dabei stecken derartige Ausscheidungen voller Finessen. Die Duell-Taktik beginnt bereits vor dem eigentlichen Rennen. Die Vorstartphase entscheidet den Rennverlauf bis zu 75 Prozent mit. Im erbitterten Kampf um die beste Ausgangsposition kreuzen die Gegner vor dem Tor. Wenn der Startschuss fällt, möchte jeder die Pole Position einnehmen. Ergo ist die Strategie während der "wilden fünf (oder vier) Minuten" die vieles, wenn nicht alles entscheidende. Wenn es dabei ums ideale Management geht, führt neben viel taktischem Geschick, meteorologischem Gespür und jeder Menge Erfahrung kaum ein Weg an einem zweckmäßigen Zeitmesser vorbei.

Deshalb schrieb schon Manfred Curry in seinem Standardwerk über das Regattasegeln: "Mit einem gewöhnlichen Sekundenzeiger oder gar ohne Uhr zu starten und gefühlsmäßig 54-55-56 zu zählen, um dann - sagen wir schon bei 30 oder erst bei 99 - mit dem Startschuss beglückt zu werden, sollte nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch strafbar sein; und wenn wir einen Segler rühmen hören, dass er ganz ohne Uhr ins Rennen gehe, dann ist er erstens kein Sportsmann und zweitens ein Trottel."

Farbwechsel für Minuten

Indes spielen Armbanduhren heute eine eher sekundäre Rolle. Echte Profis blicken auf elektronische Timer mit großflächigen Displays. Bekanntlich gibt es jedoch auch noch Amateure und Aficionados. Und bei Après-Regatten am Bartresen gelten sowieso ganz andere Gesetze.

Die neuesten Regatta-Modelle von Audemars Piguet, Girard-Perregaux, Omega und Rolex gab es im RONDO schon zu sehen. Aber andere Uhrenmarken haben auch bemerkenswerte Töchter: Bulgari wartet mit der "Diagono Professional Regatta" Automatik für 5550 Euro auf, deren Countdown-Indikation auf Knopfdruck fünf Ausschnitte im schwarzen Zifferblatt durchwandert. Deutlicher Farbwechsel signalisiert das Verstreichen der Minuten. Die augenfällige Farbfeld-Technik kommt auch bei Louis Vuittons "Tambour XL Cup Régate " (5700 Euro) zur Anwendung. Die Armbanduhr besitzt zusätzlich einen Chronografen und zieht sich selbst auf.

In den Zeitmessern von Breitling und TAG Heuer schwingen elektronisch angeregte Quarze. Das thermokompensierte Chronografenkaliber Breitling 73 des bis 1000 Meter wasserdichten "Chrono Avenger M 1" (2300 Euro) verfügt über einen Regatta-Countdown für die letzten zehn Minuten. TAG Heuer hat den exklusiven "Aquaracer Calbres S" ab 1850 Euro im Angebot. Per Krone lassen sich die drei Funktionen "Zeitanzeige", "Chronograf" und "Countdown" vorwählen. Die Anzeigen erfolgen über ein- und dieselben Zeiger.

Mit all diesen Geräten kann fast nichts mehr schief gehen. Abgesehen vom Wind und anderen Unwägbarkeiten, die Segelregatten trotz High-Tech-Ausstattung unberechenbar, aber auch extrem spannend machen. (Gisbert L. Brunner/Der Standard/rondo/11/05/2007)

  • Breitling Chrono Avenger M 1
    foto: hersteller

    Breitling Chrono Avenger M 1

  • Bulgari Diagono Professional Regatta
    foto: hersteller

    Bulgari Diagono Professional Regatta

  • Louis Vuitton Tambour XL Cup Régate
    foto: hersteller

    Louis Vuitton Tambour XL Cup Régate

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