Wirtschaftsstandort Österreich einer der besten in Europa

4. Juni 2007, 14:53
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Laut "World Competitiveness Report 2007" hat sich Österreich binnen eines Jahres vom 13. auf den 11. Platz verbessert

Lausanne/Wien - Österreich hat punkto Wettbewerbsfähigkeit zugelegt, wie DER STANDARD in seiner Donnerstag-Ausgabe berichtet. Auf der Liste des Lausanner Instituts für Management-Entwicklung (IMD) steht die Alpenrepublik nun auf Platz 11 und hat damit im Jahresvergleich zwei Ränge wettgemacht. Im Jahr 2005 machte Österreich jedoch noch einen größeren Sprung: vom 17. auf den 13. Platz.

Sorgen bereitet unter anderem das vergleichsweise schwache Wirtschaftswachstum, die hohen Lebenshaltungskosten sowie die hohen staatlichen Förderungen in Österreich. Auch die hohen IT- und Energiekosten werden auf der Negativ-Seite angeführt.

Angeführt wird die IMD-Liste 2007 weiterhin von den USA, wie in den vergangenen Jahren gefolgt von Singapur, und Hongkong. Im Jahresvergleich den größten Sprung machte Deutschland vom 25. auf den 16. Platz.

In der seit 1989 durchgeführten Studie werden insgesamt 55 Länder und Regionen nach 323 Kriterien auf ihre Position im internationalen Wettbewerb untersucht. Gemessen wird dabei das "Umfeld", in dem die Unternehmen in einem Land arbeiten können. Zu einem Großteil fließen dabei harte Fakten aus den vier Teilbereichen Konjunktur, wirtschaftliche und politische Effizienz sowie Infrastruktur ein, aber auch Managerumfragen werden berücksichtigt.

Globale Veränderung

Die Ergebnisse von 2007 zeigen weltweit große Veränderungen im wirtschaftlichen Kräfteverhältnis. Schwellenländer holen bei der Wettbewerbsfähigkeit rasch auf. Neue Unternehmen und neue Marken tauchen überall auf der Welt auf und greifen erstmals die seit Langem anhaltende Vorherrschaft der Industrieländer im Wettbewerbsranking an.

Weltweit konnten im jüngsten Ranking 40 Länder gegenüber den USA zulegen oder ihre Wettbewerbsfähigkeit halten. Unter den 15 Ländern, die zurückgefallen sind, fallen vor allem Frankreich, Italien und Brasilien auf. Die wirtschaftliche Macht verlagert sich in neue Länder: vor allem nach China, Russland und Indien. (APA, afs, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 10.05.2007)

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