Uni Graz: Unmut über blauen Besuch

13. Juli 2007, 12:47
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Studenten wollen Strache nicht an Uni

Graz - Eine für heute, Donnerstag, an der Uni Graz vom RFS (Ring Freiheitlicher Studenten) geplante Podiumsdiskussion mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, sorgte schon im Vorfeld für Aufregung: Studentenverbände der Grünen, SPÖ und KP und die Gruppe Mayday meldeten eine Demo vor dem Heizhaus, wo Strache auftreten soll, an.

Verärgert zeigte man sich über die Kooperation zwischen RFS, Uni und Polizei. Einer dem Standard vorliegenden E-Mail zufolge will die Polizei den Bereich um das Heizhaus absperren und betrachtet "jede blockierende Versammlung direkt vor dem Eingang des Heizhauses als nicht angemeldete Versammlung". Zudem wurde der Ordnerdienst dem RFS übertragen und Mayday-Aktionisten sollen aufgrund des "Aggressionspotenzials" observiert werden - was Gerhard Lecker von der Bundespolizeidirektion auf Nachfrage bestätigt.

"Mayday ist eine friedenspolitische Gruppe", betont Christina Jahn von den Grünen, "aber der RFS ist bekannt für aggressives Verhalten." Hanno Wisiak vom Kommunistischen Studentenverband kritisiert die von der Uni abgesegnete Polizeipräsenz am Campus: "Ginge es Rektor Alfred Gutschelhofer um Sicherheit, hätte er nicht zugelassen, dass der RFS Ordnerdienst macht. Ein Uni-Sprecher dazu: "Wenn die Polizei Ausschreitungen befürchtet, müssen wir reagieren." (cms/DER STANDARD Printausgabe, 10. Mai 2007)

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