Linuxwochen 2007: Österreich steht erneut Linux-Evangelisierung ins Haus

Redaktion
11. Juni 2007, 14:57

Start am 8. Mai in Salzburg - Schöpfer der Linux-Distribution Knoppix, Klaus Knopper, eröffnet Veranstaltung in Wien

In den kommenden Wochen steht Österreich eine Art Linux-Evangelisierung ins Haus. Am 8. Mai starten die diesjährigen Linuxwochen in Salzburg. Die Veranstaltungsreihe, die dieses Jahr bereits zum sechsten Mal durch Österreich tourt, liefert zahlreiche Vorträge und Infos rund um freie Software – verteilt über ganz Österreich. Bei freiem Eintritt.

Rundfahrt

Am 11. und 12. Mai gastiert das Event in Eisenstadt, am 19. Mai Graz, am 25. Mai Krems und vom 31. Mai bis zum 2. Juni in Wien. In Graz haben geneigte Besucher die Möglichkeit ihr Linux-Know-How in Form einer LPI-Prüfung (zum Vorteilspreis) zertifizieren zu lassen. In der Bundeshauptstadt eröffnet der Schöpfer der populären Linux-Distribution Knoppix, Klaus Knopper, das Event. Er wird einen Ausblick über die kommenden 100 Jahre bezüglich Linux und Gnu-Software liefern.

VoIP

Ergänzend finden sich zahlreiche Vorträge zum Thema VoIP (Voice over IP), also Telefonieren über das Internet, auf dem Programm. So wird über den Einsatz der freien Datenbank PostgreSQL bei Skype berichtet oder wie man über das Internet Faxe verschicken kann. Das Linuxwochen-Camp im oberösterreichischen Pettenbach (16. bis 22. Juli) soll auch 2007 die Roadshow beenden.(sum)

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18 Postings

nachdem ich hier lese "bezahlte Werbeeinschaltung" etc... Ich muß sagen das ich mir die Linuxwochen nicht mehr anschaue werde. Leider fehlt dem ganzen Ereignis ein gewisses Mass an "Stil" Ich kann mich gut an die Urania erinnern - hatte eher den Anschein eines Flohmarktes als eine Veranstaltung mit Fachvorträgen.
Die bösen Sponsoren haben aber sehr wohl eine Ahnung wie man solche Veranstaltungen aufzieht und locken auch mehr Leute an.. Vor allen Dingen Leute mit Geld...

So mal in die Runde gefragt: Kommt nur mir das so vor, oder ist das Programm heuer ziemlich schwach? Wenn ich mir so die Vorträge in Wien anschau, findet sich nix, was ich sonderlich berauschend finde. Ziemlich viel "Für unsere Sponsoren reserviert" und auf 10/20 Minuten begrenzte Beiträge (dafür schau ich dann wirklich nicht hin) sowie Sachen, die schon hundertmal zu hören waren.

Na ja, mag auch nur ein persönlicher Eindruck sein, ist halt immer subjektiv sowas...

So schlimm finde ich das Programm jetzt auch wieder nicht, sind auch interessante Sachen dabei:

Spam auf 20% reduzieren - mit einem Teergruben-Simulator

Überwachungsstaat vs Bürgerrechte: Die europäische Data Retention Richtlinie

boxbackup - An open source, completely automatic on-line backup system for UNIX

Freie Software für eine freie Gesellschaft

Konvergente Services in der Telefonie: Faxen, Least-Cost Routing, verschlüsselt telefonieren mit Asterisk

Sichere elektronische Zustellung von sensiblen Dokumenten für Behörden und Unternehmen

grml - Linux Live-CD für Sysadmins, Texttool-User und Geeks

Linux im Kindergarten - Bitte Komputaa!

unverständlich schwaches Programm

Ich stimme Dir da voll zu. Warum macht man 3 Tage Programm, wenn man nichts zu erzählen hat? Besser wäre ein Tag mit erstklassigen Themen und Sprechern.

So gibt es 8 mal 45 Minuten Talks "für unsere Sponsoren reserviert" als bezahlte Werbe- Einschaltung. Und Themen wie "Embedded-Systeme mit Dynamischen Webseiten" in 20 Minuten ist wohl ein schlechter Scherz.

Die Veranstalter sollten bedenken, dass die Zeit der Zuhörer das wertvollste Gut ist, und damit sorgsamer umgehen. So wird das nichts... :(

Und als Bild

ausgerechnet der "Unfakeable Linux" Tux? Naja.

'Evangelize' wird mit missionieren übersetzt ;)

Positiv zu vermerken ist, dass in dieser Zeit wohl die Nerddichte hier im Forum abnehmen wird, während sie am Altar des Linux huldigen. Persönlich würde ich auch hingehen, aber ehrlich gesagt interessiere ich mich mehr für Lösungen von real life Problemen als mir einhämmern zu lassen wie supertoll das alles ist.

linux braucht kein evangelium

sondern einen exorzisten, der dem Betriebssystem endlich mal den unflätigen (kernel)updatedemon aus und einen Benutzerschutzengel ein treibt.

So wie derzeit kernelupdates bei Linux (ohne Vorwarnung) durchgezogen werden, sodass danach Linux so gut wie unbrauchbar für einen normalen Anwender wird, braucht man sich mit Linux auf dem Desktop derzeit nicht rühmen.

Der kernel hat eine Autoupdate-Funktion? Hab ich wohl vergessen mit reinzucomilieren... Oder haben Sie da einfach nur was falsch verstanden?

Ich welcher weise Ihr Betriebssystem (und nicht der Kernel) updatet sollten schon Sie in Ihrem Betriebssystem einstellen..

Da war Windows nicht besser

Einige Kernelupdates in Windows

KB912919 (GDI)
KB917422
KB925902 (eigentlich USER, GDI und W32K, aber trotzdem)
KB929338
KB931784

Das waren nur Sicherheitsupdates.

Also so anders ists bei Windows auch nicht.

Das ist nicht Linux, sondern das ist ihre Distribution, die das Updatescript enthält..
Wahrscheinlich kann man das ausschalten wenn man in google <Distributionsname> kernel update disable oder ähnlich eingibt und die anweisungen befolgt...

Distributionen - außer Fedora - halten den Kernel stable, damit kann nichts in den Ork gehen.

Wenn man - so wie ich - ein versionsloses Linux fährt (Debian Sid/Testing, Gentoo, Arch Linux et al), sollte man sowieso wissen, was man tut und dass Ork kommen kann.

evangelisierung?

ein kurzer blick in wikipedia sagt mir folgendes
klaus knopper kommt aus ingelheim, wo 36 % evangelisch und 34 % katholisch sind.

sehr komisch

ich bin katholisch und trotzdem sagt unser Pfarrer immer etwas von einem Evangelium und erzählt von den vier Evangelisten.
Laut Wikipedia gibt es insgesamt 13 Evangelien, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Kate... vangelium, aber ein Linuxevangelium ist nicht dabei. Hmmm. </klugscheiss>


Die kommenden 100 Jahre??

Knopper in Ehren, aber woher will der wissen was in 100 Jahren ist? Bitte bleiben wir doch am Boden. Selbst die nächsten 10 Jahre kann man nur erahnen was auf uns zukommen wird.

Und ich weiß nicht mal, was mir mein morgiger Dist-Upgrade bringen wird. Dabei bin ich eh von Debian Sid auf Debian Lenny zurückgestiegen :)

Ist doch nur eine interessante Info - Show

was hat das denn mit Evangelisierung zu tun? Wer nicht will geht einfach nicht hin. Das sind meist gesponserte und daher "Eintritt-frei" Veranstaltungen in jeder Landeshauptstadt (außer Linz?)
Freu mich drauf. War stets sehr informativ. Das Programm steht auch schon im Internet.
Von Hallelujah - Singen hab ich nix bemerkt

Gar nicht mitbekommen?

Nach dem offiziellen Teil der Linuxwochen gehen wir in die Kirche. Dort singen wir das das "Toravalds unser" an, das ganze wäre richtig andächtig würden die Leute von der FSF nicht immer GNU ins Linux rein gröhlen.

Das Highlight der Messe ist immer wenn wir einen BSD Jünger opfern, damit Stallman ihm seine Lizenzsünden vergeben kann.

Im Anschluss der Messe fahren wir mit der Straßenwalze über beschlagnahmte Windows und MacOS X Cracks und auch OpenBSD CDs.

Ausserdem bekommt jeder einen Zettel mit der URL eines Forums wo er das "Wort Torvalds" verkünden soll.

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