
Bei einer Hals rasch einberufenen Pressekonferenz verkündete Verteidigungsminister Norbert Darabos Sonntagmittag, dass von den Jet-Anbietern eine Verhandlungsunterbrechung verfügt worden sei.
Darabos stellte der Eurofighter GmbH daraufhin ein Ultimatum: Kehre die Firma bis Mitte des Monats nicht an den Verhandlungstisch zurück, werde er einen Total- oder zumindest einen Teilausstieg aus dem Vertrag anstreben.
Einige Stunden später folgte die verwunderte Reaktion der Anbieter. Es sei lediglich ein Termin mit dem Verteidigungsminister abgesagt worden - "sonst nichts", so Firmensprecher Wolfdietrich Hoeveler.
Anlass für die Terminabsage war ein Treffen der Eurofighter-U-Ausschuss-Fraktionsvorsitzenden mit Darabos im April. Nachdem der Gremium-Vorsitzende Peter Pilz (Grüne) erklärt hatte, man sei übereingekommen, dass es vor Ende der Untersuchung keinen Handel mit dem Jet-Hersteller geben werde, wollte Eurofighter diesen Zeitplan nicht hinnehmen - wo der Ausschuss wohl noch mindestens bis Ende Juni tagt. Dieser Plan lasse erhebliche Zweifel an der Ernsthaftigkeit der gemeinsamen Zielsetzung zu, meinte Hoeveler bezüglich der Verhandlungen mit Darabos.
Grundsätzlich, betonte er, sei man aber durchaus bereit, Gespräche zu führen - vorausgesetzt, diese werden vernünftig geführt. Da Darabos aber keine Erläuterung zu dem Zeitplan gegeben habe, sei der Termin am 27. April storniert worden - was man dem Verteidigungsminister auch persönlich mitgeteilt habe.
Darabos hingegen sprach von einem "dürren E-Mail" und warf Eurofighter vor, die Verhandlungen verschleppen zu wollen, um ihn vor vollendete Tatsachen zu stellen. Deswegen habe er ein Total- oder Teilstorno des Vertrags über die 18 Flieger in den Raum gestellt.
Für den Verteidigungsminister handelt es sich derzeit um einen "Poker", bei dem aber er, der "gute Schnapser", die "besseren Karten" habe.
Dennoch hatte sich Darabos, wie er bei der Pressekonferenz zugab, mehr als eine Woche Zeit gelassen, um das Eurofighter-Mail der Öffentlichkeit zu präsentieren. Begründet wurde das vom Minister damit, dass er während der Woche noch versucht habe, mit Eurofighter Kontakt aufzunehmen. Die Eurofighter GmbH erklärt ihr Schweigen mit Verweis auf die vereinbarte Vertraulichkeit.
ÖVP-Abgeordnete Maria Fekter misstraut Darabos Kartenspielerqualitäten: "Das ist, wie wenn er beim Schnapsen zudrehe, obwohl er nur Buben in der Hand hält", höhnte sie. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 7.5.2007)
Mehr dazu:
http://tinyurl.com/2uqtlg
Aufgrund des ansteigenden zivilen und mil. Flugverkehrs im 21. Jhdt, bekommen die luftpolizeilichen Aufgaben für die aktive Luftraumüberwachung eine hohe Priorität. Schließlich fallen die Luftverkehrskontrolle und die Abwehr von kriminellen Handlungen sowie terroristischen Aktivitäten im österreichischen Luftraum in staatliche Verantwortung. Auch Flugzeuge mit defektem Transponder (Geisterflieger) sind ein Risiko im Luftraum, da sie für die Sekundärradargeräte der Flugsicherung unsichtbar sind.
Warum keine privaten Abfangjäger, wenn der Staat die Aufgabe nicht erfüllen will.
Eine Grundstruktur wäre schon vorhanden: Flying Bulls+6 Jets verfügbar, dazu 18 Eurofighter.
Kunstflugveranstaltungen weltweit und LRÜ in Österreich und Slowenien.
Super und die damals angekündigte Wirtschaftsplattform finanziert dies. Als Überlegung könnte man über eine Luftstraßenmaut nachdenken, durch GPS-Technologie sogar nach tatsächlich geflogenen Meilen (bzw. Kilometer).
Der Staat würde dann die Ausgaben für Abfangjäger sparen, von der eingehobene Mehrwertssteuer profitieren und den Weg für gesellschaftlich wirklich wichtige Projekte ebnen.
Ob es nicht umgekehrt gemeint war und richtig heißen sollte, dass Eurofighter eine österreichische "Wirtschaftsplattform" finanzieren wird? Zumindest könnte man zu dem Schluss kommen, wenn man sich anschaut, wer da aller vor dem Untersuchungsausschuss als Empfänger aufmarschiert.
Wenn Sie EADS ein Ultimatum wegen der Eurofighter stellen, dann stellen Sie dieses Ultimatum an die falsche Firma.
Wenn Sie dann auch noch mit EADS wediterverhandeln, dann verhandeln Sie mit der falschen Firma.
So als kleiner Tip, die richtige Adresse wäre die Eurofighter GmbH...
Österreich ist zur eigenständigen Luftraumüberwachung verpflichtet!
Da kommen wir nicht drumherum!
Der Eurofighter ist das BESTE GERÄT!
Seine Flugleistungen sind den aller anderen Mitbewerbern deutlich überlegen!
Und darauf kommts an!
Ausserdem ist der Eurofighter ein europäisches Gemeinschafts-Projekt!
Und Österreich profitiert massiv von den Gegengeschäften!
Die Souveränität unseres Luftraumes bekommt man nicht geschenkt, sie kostet etwas!
5 Mrd. Euro in 40 Jahren ist eine Menge Geld, aber sie sichert uns auch die eigenständige Luftraumüberwachung für die NÄCHSTEN 40 JAHRE!
Der Eurofighter ist für eine moderne, effiziente und selbstständige Luftraumüberwachung unverzichtbar!
Der EUROFIGHTER soll kommen!
Fast alle(!) Luftraum- und Neutralitätsverletzungen sind stets von NATO-Mitgliedern gemacht worden. Ostblockländer (Feinde) waren praktisch nie dabei. Und auch jetzt kann man manchmal den Eindruck gewinnen (zugegeben etwas übertrieben), dass mehr unbefugte Flugzeuge aus NATO-Ländern als österreichische Flieger in unserem Luftraum unterwegs sind. Wo hat es feindliche Flugzeuge bzw. Flugzeuge aus Schurkenstaaten in auch nur annähernd gleichem Umfang gegeben? Wollen Sie jetzt vielleicht allen NATO-Flugzeugen mit unseren Eurofightern das Fürchten lehren oder gar eins auf den Pelz brennen?
Das Posting: "Österreich braucht keine Eurofighter"
war als Satire gedacht an die linkspopulistischen Verleumder in diesem Forum!
Außerdem wollte ich testen, welches Posting schneller durchkommt, und das war eindeutig das Anti-Eurofighter-Posting, schätzungsweise 2-3 Minuten war das online!
wozu ? wenns alle anderen so dringend brauchen, bitte, ist doch eh sinnfrei.
warum die schweiz oder ungarn sowas braucht ist mir egal, die haben doch keine ahnung diese schmierer.
wir müssen in das investieren wo andere länder nicht investieren,in bildung und gesundheit.
wir sind die erfindung und die materialisierte idee eines sozialstaates, kein anderer macht das nur wir haben diese visionen.
wir brauchen mehr bananen meine sehr verehrten damen und herren.
liebe grüße vom mond
Franz sagte: <wir müssen in das investieren wo andere länder nicht investieren,in bildung und gesundheit. >
Welches Land investiert nicht in Bildung oder Gesundheit? Gibt es überhaupt nur ein einziges Land auf dieser Erde, das sich sowas leisten kann?
Und Österreich wird auch keine Eurofighter kaufen, weil wir dank des GRÖSSTEN SCHMIERGELD UND BESTECHUNGSSKANDAL DER 2. REPUBLIK
KOSTENFREI
aus dem Vertrag aussteigen können!
Wir sind nicht so reich, daß wir 5 MILLIARDEN EURO
(soviel kostet der EF die nächsten 40 Jahre)
so einfach beim Fenster rauswerfen können!
Das Geld ist viel sinnvoller in Gesundheitssystem, Bildungssystem, Armutsbekämpfung, Arbeitsplatz-
massnahmen investiert!
ÖSTERREICH BRAUCHT KEINE KRIEGSFLIEGER!
FÜR SOZIALE FAIRNESS UND SOZIALE AUSGEWOGENHEIT!
...meinen Sie jetzt die paar tausend Euro fuer die Grillparty?
Brav haben Sie da alle wirklichen Skandale aus dem Gedaechtnis gedraengt. Selbst beim Ankauf der Draken ist damals mehr Geld in die SPOE Parteikassen geflossen...
Und wegen der EUR 5Mrd in 40 Jahren - soviel zahlt der Staat JEDES JAHR in die OEBB!!!
Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.