"Linux braucht ein neues Dateisystem"

30. Juli 2007, 15:10
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Kernel Maintainer Andrew Morton über die Problembereiche der zentralen Linux-Bestandteil - Auch Power Management noch äußerst verbesserungsbedürftig

Recht offen benennt Linux Kernel Co-Maintainer Andrew Morton die Problembereich des zentralen Bestandteils des Open Source-Betriebssystems. Vor allem mit der aktuellen Situation rund um die verfügbaren Dateisysteme zeigte er sich bei einem Vortag am Google Campus alles andere als zufrieden, wie LinuxWorld berichtet.

Alter

"Wir brauchen ein neues Dateisystem" bringt Morton die aktuelle Situation auf den Punkt. Die bisher vorhandenen Lösungen wie ext2/3 würden bereits ihr Alter zeigen, das vor allem auf den Server-Betrieb ausgelegte XFS sei hingegen zwar gut für High-End-Rechner aber "extrem komplex".

ZFS

Eine flotte Verbesserung der jetzigen Situation erwartet Morton dabei aber nicht: Die immer wieder vorgeschlagene Alternative ZFS sei aufgrund von Lizenzproblem schlicht keine, da die von Sun für das Filesystem gewählte Lizenz - die CDDL - nicht kompatibel zur im Linux Kernel verwendeten GPL ist. Und selbst wenn dieses Problem behoben wäre, müssten noch immer technische Probleme gelöst werden, so integriert etwa ZFS einen eigenen Logical Volume Manager (LVM), etwas das bei Linux zentral geregelt wird.

Stromsparen

Ebenfalls als äußerst unbefriedigend sieht Morton die Situation im Bereich Power Management an, derzeit verhält sich der Kernel dabei regelrecht "dumm". Mehr und mehr Geräte würden fein gestaffelte Stromsparmodi unterstützen, der Linux Kernel kenne aber gerade mal "ein" und "aus" und nicht einmal das funktioniere zuverlässig.

Debugging

Ebenfalls verbesserungsbedürftig sei der Bereich des Analyse/Debugging. Derzeit stelle der Kernel viel zu wenig Informationen in diesem Zusammenhang bereit. (red)

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