Deutsche StudentInnen: "Saufgelage" statt Vitamine

30. Juli 2007, 12:38
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1.300 angehende Juristen, Lehrer und Mediziner wurden befragt - Fast jeder fünfte raucht und trinkt im Übermaß - WG-Bewohner sind besonders gefährdet

Marburg - Trinkgelage statt Obst und Gemüse: Bei deutschen Studenten im ersten Semester ist das Gesundheitsbewusstsein kaum ausgeprägt. Fast jeder fünfte raucht, trinkt im Übermaß, treibt kaum Sport und ernährt sich ungesund, so das Ergebnis einer Umfrage. Umgekehrt leben gerade zwei Prozent der Befragten gesund, also mit viel Sport, Obst und Gemüse sowie ohne Alkohol und Tabak.

Risikofaktoren

"Gerade bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist die Zahl derer alarmierend hoch, bei denen sich die Risikofaktoren für die Gesundheit häufen", bilanziert der Marburger Medizinpsychologe Professor Heinz-Dieter Basler nach der Befragung von rund 1.300 Erstsemestern, die in der Universitätsstadt eine Ausbildung als Jurist, Lehrer und Mediziner begonnen hatten.

62 Prozent der Befragten bekannten sich zu regelmäßigen Saufgelagen, jeder dritte war Raucher. Nur 40 Prozent trieben mindestens drei Mal pro Woche jeweils 20 Minuten lang intensiv Sport.

Angehende Lehrer rauchten am stärksten

Die Mediziner rauchten und tranken zwar etwas weniger, lebten aber nicht wesentlich gesünder als die Vergleichsgruppen. Jusstudenten tranken am meisten Alkohol und neigten am stärksten zu körperlicher Trägheit. Angehende Lehrer rauchten am stärksten und aßen am wenigsten Obst und Gemüse. Aber nicht nur die Ausbildung, auch die Wohnform beeinflusste laut Universität die Lebensweise: Besonders ungesund verhielten sich jene Erstsemester, die in einer Wohngemeinschaft lebten. (APA/AP)

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    62 Prozent der befragten StudentInnen bekannten sich zu regelmäßigen Saufgelagen, jeder dritte war Raucher.

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