Wirtschaftskammer: "Unbelehrbare Wirte sollen Gewerbeschein verlieren"

24. Juli 2007, 16:09
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Kärntens Tourismussprecher Obernosterer: "Diese Betriebe bringen eine ganze Branche in Verruf"

Keine Rückendeckung gibt es von der Wirtschaftskammer für Gastronomiebetriebe, die Jugendliche buchstäblich bis zum Koma mit Alkohol abfüllen. Kärntens Tourismussprecher Gabriel Obernosterer: "Diese - wenigen - Betriebe gefährden nicht nur die Gesundheit unserer Kinder, sie bringen eine ganze Branche in Verruf. Dafür gibt es von der Wirtschaftskammer kein Verständnis und auch keine Rückendeckung!" "Unbelehrbare Wirte" sollen durchaus ihren Gewerbeschein verlieren, heißt es in einer Aussendung.

Zusammenwirken von Wirtschaft, Elternhaus und Gesellschaft notwendig

Um das Problem wirklich in den Griff zu bekommen, sei aber ein abgestimmtes Zusammenwirken von Wirtschaft, Elternhaus und Gesellschaft notwendig. Obernosterer: "Was nützt es, wenn der Wirt "Nein" sagt, aber die Exzesse im privaten Kreis und bei Events weiter gehen?" Den Eltern käme eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung des Alkoholmissbrauches zu. "Kärnten hat, gemeinsam mit Vorarlberg, das strengste Jugendschutzgesetzt Österreichs. Harte alkoholische Getränke gib es erst ab 18 und ein Ausbleiben bis nach Mitternacht ist bis 16 absolut tabu. Doch was nützt das beste Gesetz, wenn es Eltern egal ist, wo sich ihre Kinder in der Nacht herum treiben?".

Vereinheitlichung der Landes-Jugendschutzgesetze gefordert

Obernosterer will sich auch für eine Vereinheitlichung der Landes- Jugendschutzgesetze einsetzen. "Das würde die Schlagkraft gegen den Alkoholmissbrauch sicherlich erhöhen". Wenn es möglich gewesen sei, so Obernosterer, ein einheitliches österreichisches Tierschutzgesetz zu schaffen, sollte dies auch zum Schutz der Jugend möglich sein. (red)

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