Einstieg bei Flughafen Friedrichshafen

12. Juli 2007, 09:11
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Strategische Beteiligung von 25,15 Prozent - Grünes Licht der Kartellbehörden - Flughafen Wien größer Einzelaktionär

Wien - Die börsenotierte Flughafen Wien AG steigt wie geplant mit 25,15 Prozent bei der deutschen Flughafen Friedrichshafen GmbH ein und zahlt dafür 7,5 Mio. Euro. Der Einstieg erfolgt im Rahmen einer Kapitalerhöhung. Die Vertragsunterzeichnung fand am Mittwochnachmittag in Friedrichshafen statt, nachdem sowohl die Kartellbehörde in Deutschland als auch in Österreich grünes Licht dafür gegeben hatten, teilte der Flughafen Wien mit.

Mit der Übernahme von 25,15 Prozent der Anteile wird die Flughafen Wien AG zum größten Einzelgesellschafter des viertgrößten Regionalflughafens Deutschlands. In Summe hält die öffentliche Hand nach wie vor die absolute Mehrheit: Der Landkreis Bodenseekreis und die Stadt Friedrichshafen verfügen über je 14,38 Prozent, das Land Baden-Württemberg über 12,44 Prozent und die Technische Werke Friedrichshafen GmbH über 8,92 Prozent. Die restlichen Anteile entfallen auf die ZF Friedrichshafen AG, Luftschiffbau Zeppelin GmbH, IHK Bodensee-Oberschwaben, Dornier GmbH und die MTU Friedrichshafen GmbH.

"Ausgezeichnete Grundlagen"

Für die Flughafen Wien AG ist die Beteiligung am Bodensee-Airport Friedrichshafen ein strategischer Schritt, in dem sie viel Potenzial sieht, so Vorstandssprecher Herbert Kaufmann. Zweistellige Wachstumsraten, ein hohes Wirtschaftswachstum und eine attraktive Tourismusregion seien ausgezeichnete Grundlagen für diese Investition, so Kaufmann. Für die Flughafen Wien AG ist Friedrichshafen nach Malta und Kosice die dritte internationale Beteiligung.

Der im Dreiländereck Deutschland-Österreich-Schweiz gelegene Bodensee-Airport Friedrichshafen ist mit 29 Destinationen direkt und mehr als 180 indirekt verbunden. Im Jahr 2006 nutzten mehr als 650.000 Passagiere das Angebot des Flughafens. 63,3 Prozent davon entfielen auf den Linien-, 32,5 Prozent auf den Ferienflugverkehr. Der hohe technische Standard ermögliche es, dass der Flughafen auch bei schlechten Sicht- und Wetterverhältnissen angeflogen werden kann, hieß es.

Die Flughafen Wien AG hält daneben seit Oktober 2006 mit dem Consortium TwoOne 66 Prozent der Anteile am Flughafen Kosice, dem zweitgrößten Flughafen der Slowakei. Am Flughafen Malta ist die FWAG über eine 100 Prozent-Tochter mit 10,1 Prozent sowie über das Konsortium MMLC, an dem die FWAG 57 Prozent hält, mit weiteren 40,0 Prozent beteiligt. (APA)

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