Michael Klees erster Rektor der FH Joanneum

3. Juli 2007, 10:32
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Bisheriger Vize-Dekan der FH Kufstein vom Fachhochschulkollegium gewählt

Graz - Zum ersten Mal hat nun die steirische FH Joanneum einen "echten" Rektor. Der bisherige Vize-Dekan der FH Kufstein, Michael Klees, wurde am Mittwoch vom insgesamt 50 Personen umfassenden Fachhochschulkollegium zum neuen FH-"Chef" gewählt. Klees übernimmt somit auch die Funktion des wissenschaftlichen Geschäftsführers und wird spätestens ab 1. Juli die Fachhochschule gemeinsam mit der neuen kaufmännischen Geschäftsführerin Sabina Paschek leiten.

Agrarökonomie-Absolvent

Klees erhielt mehrheitlich die Stimmen des Kollegiums, das sich zur Hälfte aus Studiengangsleitern und zur Hälfte aus Lehrenden und Studierenden zusammensetzte. Im Wettbewerb um den Rektorposten unterlagen der Grazer Rechtswissenschafter Günther Löschnigg und der Grazer Sportwissenschafter Karl Sudi.

Michael Klees, gebürtig aus Saarbrücken, verbrachte insgesamt 17 Jahre im außereuropäischen Ausland. Nach dem Abschluss seines Agrarökonomie-Studiums an der Universität Bonn absolvierte Klees an der Fletcher School of Law and Diplomacy der Tufts University in Boston (USA) ein Studium der Internationalen Beziehungen. Von 1998 bis 2004 war Klees an der Universität Tecnologico de Monterrey in Mexiko als Associated Professor, Dekan einer Business School und als Studiengangsleiter im MBA-Bereich tätig. Seit 2005 fungierte er als Vizedekan der FH Kufstein.

Erfahrung in internationalen Bildungseinrichtungen

"Wir hatten drei attraktive Kandidaten. Was Klees Besonderes einbringen kann, ist der Blick von außen", so der interimistische Geschäftsführer Friedrich Möstl zur APA. Als bisheriger Vize-Dekan an der FH Kufstein kenne Klees einerseits das österreichische Hochschulwesen, andererseits habe er auch international in verschiedensten Bildungseinrichtungen gearbeitet und verfüge somit über entsprechende Kontakte. Das dürfte ihn für das Kollegium interessant gemacht haben.

Möstl, der eine eigene Wirtschafts- und Steuerprüfungskanzlei besitzt und nach dem verfrühten Verlassen des ehemaligen Geschäftsführers Markus Tomaschitz im September des Vorjahres interimistisch dessen Funktion übernahm, wird der FH als Berater erhalten bleiben: "Etwas anderes war von vorne herein nie geplant." Die bisherige wissenschaftliche Direktorin, Anna Koubek, hatte sich um die Rektorstelle nicht beworben. Sie werde jedenfalls ein Angebot im Hause erhalten, meinte Möstl.

Die steirische Bildungslandesrätin Bettina Vollath erklärte, sie sei überzeugt, dass die FH Joanneum unter der neuen Führung ihren "guten und innovativen" Weg fortführen werde. (APA)

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