Es ist offiziell: Dell bietet Rechner mit Ubuntu Linux an

9. Juli 2007, 11:14
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Reaktion auf starkes KundInnen-Interesse - Rechner sollen billiger als mit Windows ausgestattete Geräte werden - Andere Linux-Varianten könnten folgen

Als Dell vor einigen Wochen seine Ideastorm-Seite startet, um die Interessen der eigenen KundInnen zu ermitteln, hatten wohl nur wenige damit gerechnet, dass der Computerhesteller in absehbarer Zukunft auch Rechner mit vorinstalliertem Linux anbieten würde. Doch genau das ist nun geschehen: Wie Dell in seinem Direct2Dell-Weblog festhält, sollen schon bald eine Reihe von Rechnern mit einem vorinstallierten Ubuntu Linux angeboten werden.

Interesse

"Es gibt wachsenden Bedarf für Linux auf dem Desktop-PC oder dem Laptop, und wir glauben, dass es positive Reaktionen auf unsere Anstrengungen geben wird", so Jeremy Bolen von Dell gegenüber eWeek. Die ersten entsprechenden Angebote sollen ab Ende Mai verfügbar sein.

Erwartungen

Eine Ankündigung, die nicht gänzlich überraschend kommt, schon vor einigen Wochen hatte Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth im Interview mit dem WebStandard recht auffällig klare Aussagen zu diesem Thema vermieden. Auch war vor kurzem bekannt geworden, dass Dell-Gründer Michael-Dell selbst Ubuntu 7.04 auf seinem Rechner zum Einsatz bringt.

Details

Fürs erste bleibt die Ankündigung aber noch recht vage, außer des bloßen Versprechens Rechner mit vorinstalliertem Ubuntu 7.04 anzubieten, hat man bisher noch keine Details bekannt gegeben, diese sollen in den kommenden Wochen folgen. Dabei geht es vor allem um die Frage, für welche seiner Rechner Ubuntu als Option angeboten werden soll, immerhin soll Linux ja zuerst einmal nur für ausgewählte Produkte verfügbar sein.

Spekulationen

Doch auch wenn es noch kein offiziellen Informationen zu diesem Punkt gibt, so will DesktopLinux.com bereits wissen, was konkret kommt. Ubuntu soll demnach auf ein Dell e-series "Essential" Dimension Desktop, einem XPS Desktop und einem e-series Inspiron Laptop verfügbar sein, heißt es in Berufung auf firmeninterne Kreise.

Preisfrage

Auch will die Seite in Erfahrung gebracht haben, dass die Ubuntu-Rechner billiger als ihre Windows-Pendants ausgeliefert werden sollen. Dell selbst hält sich mit offiziellen Preisaussagen derzeit noch zurück.

Auswahl

Nur weil nun die Zusammenarbeit mit Ubuntu verkündet wurde, heißt das übrigens nicht, dass die von Canonical finanzierte Linux-Distribution die einzige Wahl bei Dell bleiben wird. So streicht Bolen etwa heraus, dass man schon bisher Red Hat für seine Precision Workstations anbietet, auch sind einige Rechner für den SUSE Linux-Desktop 10 zertifiziert. Weitere Ankündigungen in diesem Bereich sind also nicht ausgeschlossen. (apo)

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