Kratschmar im STANDARD-Interview: "Quoten alles andere als erfreulich"

26. September 2007, 15:24
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Andreas Kratschmar, Chef des Programmausschusses, will "Mitten im Achten" aus der "ZiB"-Zone entfernen und "Willkommen" zurück

STANDARD: Zufrieden mit der Programmreform?

Kratschmar: Die Quotenentwicklung ist alles andere als erfreulich. Aber man muss Reformprojekten Zeit geben.

STANDARD: Also heute alles eitel Wonne im Publikumsrat?

Kratschmar: Es gibt erhebliche Kritik an einzelnen Neuerungen. Zentraler Punkt ist "Mitten im Achten". Aus meiner Sicht ist das mit dieser öffentlich-rechtlichen Programmkernzone nicht vereinbar.

Was mir zweitens nicht gefällt: Mit "Willkommen Österreich" hat man ohne Not ein Format abgeschafft, das zwar einen Relaunch nötig gehabt hätte, das aber für einen starken Vorabend wichtig ist. Und in der Information waren mehr Zuschauer versprochen. Aber die alte "ZiB" auf ORF 1 und 2 hat sicher mehr erreicht als die "ZiB" und die "ZiB 20".

STANDARD: Das liegt aber auch am sommerlichen Wetter seit Beginn der Reform.

Kratschmar: Absolut klar. Aber das Ziel, mehr Leute zu erreichen, ist natürlich auch einzuhalten. Ich frage mich zudem, ob man jungen Leuten tatsächlich andere Nachrichten, andere Themen präsentieren sollte als der Zielgruppe der klassischen "ZiB". Und ich wüsste auch gerne, wie viele jetzt sowohl "ZiB 1" als auch "ZiB 20" sehen. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 2.5.2007)

  • Andreas Kratschmar: "Zentraler Kritikpunkt ist Mitten im Achten".
    foto: orf

    Andreas Kratschmar: "Zentraler Kritikpunkt ist Mitten im Achten".

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