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"Illusionsnummer"
Sarkozy habe mit seiner "Illusionsnummer" viele Bürger getäuscht, sagte Le Pen. Die beiden "Kandidaten des Systems" hätten mit "ihrer gewaltigen Medienmacht erneut die Wähler in die Irre geführt". Seine Wähler sollten bei der Parlamentswahl im Juni "Revanche zu nehmen".
Le Pen hatte in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl 3,8 Millionen Stimmen bekommen (10,44 Prozent). Dies waren eine Million Wähler weniger als 2002, als er überraschend in die Stichwahl gegen Amtsinhaber Jacques Chirac eingezogen war.
60 Prozent der Le-Pen-Anhänger für Sarkozy
Laut jüngsten Umfragen wollen rund 60 Prozent der Le-Pen-Anhänger am Sonntag für Sarkozy stimmen, der diese schon vor der ersten Wahlrunde stark umworben hatte. Rund 20 Prozent gaben an, sie wollten sich enthalten, wogegen weitere 20 Prozent Royal ihre Stimme geben wollten.
Vor seiner Rede zog der 78-Jährige Le Pen mit rund 3.000 Anhängern von der Statue der französischen Nationalheiligen Johanna von Orleans auf dem Platz Saint-Augustin zum Opern-Platz. Dabei kamen aus dem Zug immer wieder Rufe "Le Pen, Präsident". (APA/AFP/dpa)
Nur getrauen sie sich nicht, das auch zuzugeben. Viele der Le Pen-Sympathiesanten entstammen der bildungsfernen Unterschicht, die sich nicht für Sarkozy erwärmen kann. Der multikulturelle Hintergrund Sarkozys trägt den Rest bei.
das potenzial, das er von le pen abziehen konnte, hat er imho schon im ersten wahlgang herüber geholt. wenn man auch den trend zu fehlprognosen der meinungsforscher in den letzten jahren einrechnet, kann das durchaus noch interessant werden. wahrscheinlich gewinnt trotzdem sarkozy, aber sicher viel knapper als erwartet.
einer multikulturellen Linie, denn seine Vorfahren waren jüdischstämmige Ungarn. Persönlich glaube ich, dass er der derzeit beste Kandidat für das Präsidentenamt für Frankreich ist. Ob er es aber auch für Europa ist, wird sich möglicherweise erst zeigen.
über seine fähigkeiten kann man geteilter meinung sein (kärcher etc, in anderen ländern wäre er deshalb weg gewesen). aber er ist zumindest der, der den sieg am meisten will, wie es in der fussballersprache heisst. mir ist er nicht geheuer, ein typischer kleiner mann, der unbedingt an die macht will.
ich habe lepen gewählt um meine unzufriedenheit mit der immigrationspolitik der anderen zum ausdruck zu bringen.
im gegensatz zu vielen anderen sehe ich zuwanderung aus dem islamischen kulturkreis nicht als bereicherung sondern als bedrohung und benutze das demokratische mittel der wahl um diese meinung zu kommunizieren in der hoffnung, dass ich gehört werde. keinen augenblick hatte ich die absicht, le pen tatsächlich eine präsidentschaft zu ermöglichen. ich sehe seine person eher als werkzeug denn als politische autorität, ganz im gegensatz zu sarkozy, den ich für einen äußerst fähigen politiker halte.
Schade um die Zeit. Wer was verändern will und die Zeichen zeigen, dass man vom "will" zum "muss" gehen muss, der kann nicht mehr everybodys darling sein, der muss mit Konsequenz und auch mit Härte Veränderungen durchsetzen, sonst bewegen wir uns auf einem Floß, bei dem ein Stück Holz nach dem anderen verschwindet. Eine Zeitlang geht es gut, bis der Rest auf einmal untergeht, wenn nicht jemand vorher sagt, stopp, jetzt nicht mehr u. wer das weitermacht, den schmeißen wir über Bord, bevor alle draufgehen. Paris hat im Vorjahr gezeigt, dass dringender Handlungsbedarf da ist. Es ist nicht so weit gekommen, weil es Sarkozy gibt, sondern es ist soweit gekommen, weil es vor ihm keinen Sarkozy gegeben hat, der rechtzeitig die Weichen gestellt hat.
aber mit GW Bush kann man ihn nun wirklich nicht vergleichen. Sakrozy ist wirklcih ziemlich intelligent und gebildet. Auch ich - der ich nicht unbedingt ein Sarko-Freund bin - muss ihm das zugestehen, nachdem ich ihn mir ein paar mal angehört habe.
"Andere Meinung" ist nicht dasselbe wie "Idiot"
Leider ist die Royalternative auch nicht gerade eine überzeugende. Furchtbar leer ihr Wahlgeschwafel.. leider. Haben sie der schon einmal zugehört? Da gibts keine Überzeugung, keine Meinung, nur opportunismus.. und in den meissten punkten würd sie eh nichts anderes machen als der Sarko.
bei der Wahl zwischen den beiden bin ich froh kein Franzose zu sein und mich entscheiden zu müssen.
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