Gewaltaufruf gegen Fans als "Spaß"

2. Juli 2007, 11:11
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Aufregung um Bildschirmpräsentation von Polizist - Disziplinarrechtliche Untersuchung eingeleitet

Wien - Wieder Aufregung in der Wiener Polizei: Diesmal geht es um einen Gewaltaufruf gegen Fußballfans bei der Europameisterschaft 2008, den ein Beamter in Form einer Bildschirmpräsentation verbreitet hat. Der Polizist hat die an den Kinofilm "300" angelehnte martialische Präsentation laut einem Bericht der "ZiB2" per E-Mail an Freunde, Bekannte und Kollegen verschickt. In der Botschaft heißt es unter anderem: "Wer Wind sät, wird Sturm ernten" und "ihr werdet uns nicht vergessen ... versprochen".

Der Polizist spricht laut dem Bericht von "Spaß". Für den amtsführenden Wiener Landespolizeikommandanten, Generalmajor Karl Mahrer, kann von Spaß keine Rede sein. Man habe durch technische Maßnahmen vorgesorgt, dass die Präsentation nicht mehr "zirkuliert", so Mahrer. Der Fall werde disziplinarrechtlich untersucht, der Beamte sei nicht mehr in der Einsatzgruppe. Mahrer bezeichnete den Polizisten als "engagierten Beamten", der in dieser Form noch nicht aufgefallen sei.

Bei dem Kinofilm "300" geht es um 300 spartanische Soldaten, die in der Schlacht am Thermopylenpass im Jahr 480 vor Christus gegen eine Übermacht von persischen Soldaten kämpften.(APA)

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