1. Mai - Buhrufe für Gusenbauer am Wiener Rathausplatz

Redaktion, 01. Mai 2007 18:39
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Proteste der SJ - Bis zu 100.000 Menschen beim Maiaufmarsch - ÖVP präsentiert "Zukunftsplan Gute Arbeit"

Wien - Beim traditionellen Maiaufmarsch der Sozialdemokraten in Wien ist Bundeskanzler und SP-Chef Alfred Gusenbauer heute, Dienstag, mit Buhrufen empfangen worden. Vor allem Vertreter der Sozialistischen Jugend machten ihrem Unmut über den Regierungskurs Luft. Laut Veranstalter - der Wiener SPÖ - sind insgesamt 100.000 Menschen auf den Wiener Rathausplatz gekommen.

Österreich mit mehr Fairness und mehr Chancen

Erstmals seit 1999 nahm am SPÖ-Maiaufmarsch wieder ein Regierungschef teil. Alfred Gusenbauer betonte in seiner Rede, dass nach den Jahren schwarz-blauer Politik nun ein Kurswechsel notwendig sei, "hin zu einem Österreich mit mehr Fairness und mehr Chancen". Zwar gab es für den Auftritt des Kanzlers auch Applaus, von den SJ-Vertretern wurde Gusenbauer jedoch ausgebuht.

Auch mittels Transparenten wurde Kritik geäußert - etwa: "Die ÖVP ist keine Entschuldigung für eure Politik". Auch eine "andere SPÖ" wurde verlangt. Das offizielle Motto des Maiaufmarsches lautete: "Neuer Kurs für Österreich. Die Menschen im Mittelpunkt.

Die ersten Maßnahmen, die diese Regierung gesetzt hat, werden dazu führen, dass Vollbeschäftigung wieder möglich ist", versicherte Bundeskanzler und SPÖ-Obmann Alfred Gusenbauer bei seiner Rede am Wiener Rathausplatz. Die SPÖ werde alles dafür tun, dass der Wirtschaftsaufschwung in erster Linie dazu diene, die Arbeitslosigkeit zu reduzieren und Vollbeschäftigung zu schaffen.

Nicht nur "Folklore"

Der 1. Mai sei keineswegs nur "Folklore", betonte der Kanzler. "Wir stehen vor neuen Herausforderung, nämlich die Welt und unser Land gerechter zu machen." Armut und Armutsgefährdung müssten aus Österreich verbannt werden. Und darum sei auch als eine der ersten Maßnahmen sichergestellt worden, dass keine Pension mehr unter der Armutsgrenze liege.

Weiters sei der "Weg in die Zweiklassenmedizin" falsch gewesen. Gusenbauer kündigte an, dass in Zukunft die Medikamentenkosten für ältere Menschen begrenzt werden - und zwar auf höchstens zwei Prozent des Pensionseinkommens.

Kurswecheld in der Bildungspolitik

Auch in der Bildungspolitik sei ein Kurswechsel notwendig: "Viele Eltern haben bereits den Glauben an die Schule verloren." Der Kampf für eine "gemeinsame Schule" sei nun an die Spitze der Arbeit gestellt worden, betonte Gusenbauer.

Wiens SPÖ-Chef, Bürgermeister Michael Häupl, zeigte sich darüber erfreut, dass es nun eine Regierung gebe, die zur Kenntnis genommen habe, dass es in so einer reichen Stadt wie Wien Armut gebe. Und nun gebe es auch einen Partner, mit dem Wien über Armutsbekämpfung diskutieren könne. Auch die Gesamtschule sei lange gefordert worden - und jetzt bestehe die Chance zur Umsetzung.

Lebensqualität verbessern

"Es besteht die Riesenchance mit dieser neuen Bundesregierung, die Lebensqualität der Wienerinnen und Wiener deutlich zu verbessern", so Häupl, der jedoch betonte: "Mit Einschleimen beim politischen Gegner wird das nicht gehen." Laut Häupl zieht immer noch Altkanzler Wolfgang Schüssel die Fäden in der ÖVP. Und wenn die Volkspartei meine, sie müsse aufstehen und der SPÖ entgegentreten, werde dies auch die SPÖ tun. Häupl: "Wir sind bereit für diese Auseinandersetzung. Herr Dr. Schüssel, ich freue mich."

Mit einem Appell wandte sich ÖGB-Chef Rudolf Hundstorfer an die Teilnehmer des Wiener Maiaufmarsches - bzw. an die im vergangenen Jahr im Zuge der BAWAG-Affäre ausgetretenen Mitglieder: "Wir vermissen euch, wir brauchen euch. Bitte kommt zurück, besser heute als morgen." Und er bedankte sich bei jenen, die "solidarisch bei uns geblieben sind".

Der Flurschaden im ÖGB sei inzwischen zur Seite geräumt. Hundstorfer: "Wir sind immer noch da. Und wie wir da sind."

ÖVP präsentierte "Zukunftsplan Gute Arbeit"

Die Volkspartei hat am 1. Mai ihren Zukunftsplan "Gute Arbeit" präsentiert. Vizekanzler und Finanzminister Wilhelm Molterer sprach nach einer Betriebsbesichtigung der Druckerei Holzhausen in Wien den Arbeitern seinen "Dank" aus. Man müsse sich bewusst sein, dass der Wohlstand in Österreich tagtäglich von jedem Einzelnem am Arbeitsplatz erwirtschaftet werde, sagte der ÖVP-Obmann. Er selbst verstehe Politik so, "dass wir nicht marschieren, sondern auch am Tag der Arbeit arbeiten", konnte sich Molterer einen Seitenhieb auf den Koalitionspartner SPÖ nicht verkneifen.

"Nachhaltige Verfestigung der Trendwende am Arbeitsmarkt"

Nachdem Molterer gemeinsam mit Wirtschaftsminister Martin Bartenstein und Arbeitsstaatssekretärin Christine Marek die Räumlichkeiten der Druckerei besichtigt hatte, freute sich Bartenstein in der anschließenden Podiumsdiskussion über eine "nachhaltige Verfestigung der Trendwende am Arbeitsmarkt". Der "Mister Vollbeschäftigung" - wie ihn Marek ankündigte - präsentierte die neuen Arbeitsmarktdaten im April und verwies auf ein Minus bei der Arbeitslosigkeit von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Molterer richtete im Anschluss seinen Dank an die arbeitenden Menschen. Dies sei ihm "gerade am 1. Mai" ein Bedürfnis, denn an diesem Tag stünden "viel zu oft die Parteien im Mittelpunkt". Aufgabe der Politik sei es jedenfalls, zu überlegen, wie man Rahmenbedingungen entwickeln könne, dass die "faire Teilhabe am Wohlstand" sichergestellt werde.

Dies will der VP-Obmann nicht einfach durch eine Verteilungsdiskussion beantworten. Ziel sei, durch Arbeit diese "faire Teilhabe" zu sichern. Die Volkspartei sehe Arbeit nicht als Last, sondern als Chance, sagte Molterer. Er wolle die ÖVP als "moderne Partei der Arbeitnehmer" positionieren. Davon, den "Klassenkampf des 19. Jahrhunderts oder den Verteilungskampf des 20. Jahrhunderts" fortzuschreiben, halte er nichts. Nur im Miteinander liege der gemeinsame Erfolg und Wohlstandsgewinn, zeigte sich Molterer überzeugt.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Als eine der wichtigsten Aufgaben für den ÖVP-Zukunftsplan "Gute Arbeit" bezeichnete Molterer, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser in Einklang zu bringen. Wichtig sei daher die Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen, die dem tatsächlichen Bedarf entsprechen. Außerdem plädierte er dafür, dass Betreuungskosten "kreativ steuerlich begünstigt" werden - auch bei der Betreuung Pflegebedürftiger.

Um die Erträge gerechter aufzuteilen, sei der Ausbau der Mitarbeiterbeteiligungen an Unternehmen ein wichtiges Ziel, diese solle auch bei kleinen und mittleren Unternehmen stattfinden. Schlussendlich plädierte Molterer auch für mehr "Flexicurity", also Flexibilität der Arbeitnehmer. Im Gegenzug müsse dies mit Sicherheit für die Arbeitnehmer kombiniert werden. Ziel müsse trotz der immer stärker werdenden so genannten prekären Arbeitsverhältnisse das reguläre Vollzeit-Arbeitsverhältnis sein.

Als weiteres "zentrales Ziel" bezeichnete Molterer die Lohnnebenkostensenkung wie auch die Steigerung der Kaufkraft des Einzelnen. Zum Schluss der Veranstaltung unterzeichnete der ÖVP-Obmann gemeinsam mit Bartenstein, Marek und ÖAAB-Obmann Fritz Neugebauer sowie weiteren ÖVP-Funktionären den "Zukunftsplan".(APA)

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Posting 1 bis 25 von 259
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rote rüben
02.05.2007 16:59
frei nach E. Busek

wo finden die größten Mai-Aufmärsche statt:

Tirana
Havanna
Vienna!!!!!!!!!!!

der fesche marcel
01.05.2007 18:36
was macht denn der blade neugebauer mit dem tag der arbeit zu tun?

mal abgesehen davon, daß er ja die arbeitsscheuen vertritt, hat er ja doch erst am abzockertag seinen auftritt!
und für'n gusi wär's auch besser, wenn er mit dem schlaff in glaserl barolo trinken würd, statt sich krampfader zu holen.

rote rüben
02.05.2007 17:01
besser blader Neugebauer

als bleder Gusi

p7000
01.05.2007 18:28
@standardzensur

Haben Sie sich eigentlich überlegt, warum der Standard keine Presseförderung erhält ?

Wahrscheinlich wegen seines objektiven Umgangs mit unerwünschten (da nicht linksgerichteten) postings. Beste ZK-Manier.

Weiter so, dann versinken Sie endlich endgültig in der Bedeutungslosigkeit.

Sieht man ja an den Verkaufszahlen.

holodoc himself
 
02.05.2007 06:23
Was bitte ist am Standard links?

Die Wirtschaftsredaktion kann´s ja nicht sein ...

.. ah ich weiß, die PraktikantInnen!

Martin Aston
01.05.2007 18:28
Irgendwie ist Goosy schon arm !

Sein gesamtes streben ist von der Society anerkannt zu werden.
Sein Weinfaible sagt ja auch nur: "Seht her, ich hab ja auch sowas wie Kultur....."
Aber seine Herkunft wird er nunmal nicht los, ausser....

Mache mir sorgen um Ybbs, hoffentlich wirds nicht bald ein Truppenübungsplatz.

Roter Bonze
01.05.2007 18:22
stell dir vor...

..es ist 1.mai und keiner geht hin

posaunist
01.05.2007 20:23
so war's gestern bei uns im ort

nur ein armer haufen gärtner mit roten nelken an der brust, lauter pensionisten mit ein paar enkerln ("gemma facklzug schaun")

F*** the ÖVP
01.05.2007 18:51
Du meinst wohl zu den ÖVP-Gegenveranstaltungen

Das braucht man sich nicht vorzustellen, denn das ist eh so...

Der groBe Mann
01.05.2007 18:19
Ja von Bartenstein und Co würd ich mich auch gerne instrumentalisieren lassen, und ganz besonders an einem Feiertag!

Martin Aston
01.05.2007 18:15
Höupl könnte die Lebensqualität der Wiener wirklich verbessern!

Er müßte dazu nur vom Donauturm springen.

Fl on
 
01.05.2007 18:14

LOL. Molterer und die Arbeit. Der hat sein ganzes Leben noch nichts gearbeitet und wird das bis zu seiner Pensionierung weiter so fortsetzen. Er ist zwar nicht der einzige Politiker, der Arbeit und Palaver verwechselt. Aber mit seiner Trauermine, seinem treuherziger Dackelblick und seiner Predigergestik sicherlich der Lustigste. Wahrscheinlich glaubt er auch, dass er unter die Schwerarbeiterregelung fällt. "Nein Molterer, das was du betreibst ist keine Schwerarbeit. Das höchste was dir blühen könnte ist ein Tennisellenbogen infolge unnatürlicher und verkrampfter Armbewegungen".

eisberg
01.05.2007 18:50

na ja, die bartensteins "arbeiten" schon lange für österreich. johann christof bartenstein z.b für maria theresia.
zeitgenossen mokierten sich vor allem über sein kriecherisches wesen gegenüber der krone und sein arrogantes auftreten gegenüber ausländischen diplomaten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Joha... artenstein

Dozent Andreas Kholrabe
01.05.2007 18:40
Sind sie noch bei Sinnen!?!?

Mag. Willi Molterer ist zu allererst ein Gesanges und Gitarrentalent. Zudem ein Politiker, der christlich-soziales Handeln einfach in die bäuerliche Holzwiege gelegt bekommen hat. Er wuchs ja nicht bei seinen Eltern auf, sondern bei seinem Onkel, der einen Hof, ein NR-Mandat, Geld, aber keinen Nachwuchs hatte. Willi wurde schon als kleiner Bub verstossen. Er wurde dann Pazifist. Für Gewehre war er untauglich, weil sein Nierenleiden das verhinderte. Dafür war unser Willi ein Meister der Pflugscharen. Er war zu dem Zeitpunkt, als er untauglich für die Wehrpflicht war (Nierenleiden), Landesmeister von OÖ im Wettpflügen! Willi hielt sich an die Heilige Schrift. Er hasste Schwerter und liebte die Pflugscharen! Der Herr segne dich, lieber Willi!

rote rüben
01.05.2007 18:25
äh der Herr Hundsdorfer

hat ca drei Jahre Hundsteuer (sic!) berechnet, das war´s dann

Pol e Mike
01.05.2007 18:11
Irgendwie ists schon blöd für die Linken !

Von den Kapitalisten werden sie belogen und betrogen zwecks Profitmaximierung, das aber offiziell anerkannte Spielregeln, die überall gelten, ausser in Kuba und Nordkorea...besonders in China und Russland :-))
Nun werden sie aber von den eigenen Funktionären belogen und betrogen zwecks Stimmenmaximierung.
Das ist irgendwie neu, funktioniert aber auch recht tadellos.

Nun die gute Nachricht:
Die ralitive Mehrheit sind Sozis und läßt sich gerne veräppeln *lol*

rote rüben
01.05.2007 18:03
der Gusenbauer wird heute richtig froh sein

wenn er diesen mühsamen Tag mit einem Glaserl Barolo beenden kann.
Wenigstens ein Roter, der ihn lustig macht

martin mayer2
 
01.05.2007 18:35
ein feines Gläschen

vermutlich entspannt er sich eher bei einem Gläschen Baroso! ;-)

Pol e Mike
01.05.2007 18:08
Vielleicht nimmt er ja diesmal ....

...einen Chirac...

p7000
01.05.2007 17:45
@Standardzensur

Offensichtlich ist es wirklich notwendig, täglich einen neuen Usernamen zu kreieren, um hier posten zu können.

Armselig... Sie sollten sich umbenennen. Wie wäre es mit "Anarchistenblatt - Die Zeitung für den schwarzen Block" ?

Dozent Andreas Kholrabe
01.05.2007 19:39
Haben wir nicht schon zu viele?

Reinhold wollte einmal eine Liste machen! Er resignierte. Unser Gebäude in der Lichtenfelsgasse müsste, Großraumbüros vorausgesetzt, 88 Stockwerke haben, wenn die Anzahl der Nicknames mit den schreibfähigen Kursabsolventen übereinstimmen würde! Gottes Segen, liebe "Leute"!

Mr. Spock
01.05.2007 17:44

Soviel Phrasendrescherei nervt wirklich!

Anstatt heisse Luft von euch zu geben ... tut's endlich mal was!!

grantnscheam
01.05.2007 18:10

wer macht den ersten schritt, das ist hier die frage..

deus ex vagina
01.05.2007 17:31
Na immerhin 100.000 Menschen, trotz des dummen Gusels! ...

Das bringen die Gummistiefler in 100 Jahren nicht zusammen!

Punkcow
01.05.2007 17:26
Achtung, Gusi fällt!

Luuuuuumbertooooon!

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