Energie aus der Kabine

6. September 2007, 16:28
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EnergyCabin ist eine transportable Zentrale, die Pellets- und Solaranlage kombiniert und recht flott aufgebaut ist. Nebenbei winken erhebliche Heizkostenersparnisse

„Interessant wird die Sache ab fünf Häusern“ rechnet Michael Cerveny, Marketing-Chef von EnergyCabin vor. 50.000 Euro geteilt durch fünf, abzüglich der Kosten für Heizraum, Lagerraum oder Kamin und jede Menge Ersparnis bei den Heizkosten selbst. Bis zu 90.000 Euro zum Beispiel jährlich in Hotels, bis zu 12.000 in Restaurants. Reihenhausanlagen, Wohnkomplexe, private Bürogebäude und öffentliche Verwaltungs- und Dienstleitungsobjekte sind demnach geeignet mit EnergyCabin ausgerüstet zu werden. Im Einfamilienhaus-Segment zähle man mit Kosten ab rund 22.000 Euro nicht unbedingt zu den günstigeren, so Cerveny. Im Businessbereich sprechen neben finanziellen Argumenten mehrere Gründe für die „Energiekabine“ aus der Steiermark, die zahlreiche Besonderheiten aufzuweisen hat.

Das in sich geschlossene Öko-Heizsystem kombiniert Solarenergie mit Holzpelletstechnologie grundsätzlich für jede Art von Gebäude. Raumwärme und Warmwasser können vollständig aus erneuerbaren Energieträgern erzeugt werden. Zu Recht verweist Michael Cerveny auf die wiederkehrenden Höchststände beim Ölpreis und den zuletzt wieder gefallenen Pelletspreis. Interessant ist EnergyCabin auch deswegen, weil das im steirischen Gleisdorf in einem Container verbaute System vorgefertigt zum Kunden kommt. Vorausgesetzt die Verbindungsleitung (flexibles Fernwärmerohr mit Strom- und IT-Verbindung) zu den Heizkreisen der Gebäude ist vorhanden, geht die Vor-Ort-Installation laut Marketingmann Cerveny ruck-zuck: „Innerhalb von zwei Stunden“ ist der Container aufgestellt. Bei der Umstellung von der alten Heizung auf die EnergyCabin gibt es laut Unternehmensangaben praktisch keine Betriebsunterbrechung. Die Sache ist also auch dort von Interesse, wo aufgrund des Geschäftsfeldes – etwa in Gastronomie und Tourismusbranche – ununterbrochener Betrieb gewährleistet sein soll.

EnergyCabin gibt es in verschiedenen Leistungsgrößen von 10 kW bis 1 MW in unterschiedlichem Design mit Lärchenholz, MAX-Platten, Putzträger, Stahl, mit und ohne Solaranlage, etc. Sie wird an bereits bestehende Heizsysteme (z.B. Heizkörper, Fußbodenheizung) angeschlossen. Das System ist mit einem thermischen Solarsystem ausgerüstet, über das ein Teil des jährlichen Warmwasserbedarfs kostenlos bereitgestellt wird. Im Inneren der EnergyCabin sorgen ein vollautomatischer Pelletskessel und ein Pufferspeicher dafür, dass Wärme für das Heizsystem und Warmwasser jederzeit verfügbar sind. (rb)

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    foto: energycabin
  • EnergyCabin wurde 2005 als gemeinsames Tochterunternehmen von u. a. zwei steirischen Anbietern im Bereich der Erneuerbaren Energie gegründet: Pellets- und Hackschnitzel-Kesselhersteller KWB und S.O.L.I.D., einem Spezialisten für solare Großanlagen und Solar Cooling.
    foto: energycabin

    EnergyCabin wurde 2005 als gemeinsames Tochterunternehmen von u. a. zwei steirischen Anbietern im Bereich der Erneuerbaren Energie gegründet: Pellets- und Hackschnitzel-Kesselhersteller KWB und S.O.L.I.D., einem Spezialisten für solare Großanlagen und Solar Cooling.

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