Globale Internetnutzung steigt sprunghaft an

Redaktion, 30. April 2007 10:06

Asien und Afrika stark im Kommen - Dänemark liegt an der Spitze

Die weltweite Internetnutzung nimmt rasant zu. Wie eine aktuelle Studie der Economist Intelligence Unit (EIU) zeigt, wird damit auch die digitale Kluft zwischen den Industrienationen immer kleiner. Das jährliche Ranking belegt aber ebenso, dass Asien und Afrika immer näher an die derzeitigen großen Internet-Länder wie Dänemark heranragen. Die kleine skandinavische Nation liegt an ganz an der Spitze der am weitesten entwickelten Internet-Staaten. Platz zwei teilen sich die USA und Schweden. Österreich folgt auf Rang elf, Deutschland liegt etwas weiter zurück auf Rang 19.

Ungleich

"In der deutschen Bevölkerung ist die Internetnutzung immer noch sehr ungleich verteilt. Es gibt Bevölkerungsgruppen, wie etwa Seniorinnen und Senioren, in denen die Internetnutzung noch nicht sehr weit verbreitet ist", erklärt Jutta Croll, Managing Director der Stiftung Digitale Chancen, die mäßige Platzierung gegenüber pressetext. Andere unterrepräsentierte Bevölkerungsgruppen seien Menschen im ländlichen Raum, mit niedrigerem Bildungsniveau oder Haushaltseinkommen, aber auch Migrantinnen und Migranten. Grundsätzlich spielen immer mehrere Faktoren zusammen. "Eines der wichtigsten Hindernisse in Deutschland ist die fehlende Medienkompetenz", erläutert Croll. Um die bisherigen Nichtnutzer zu erreichen, sei es wichtig, zielgruppenspezifische Angebote zu machen und die Bedürfnisse der unterschiedlichen Nutzergruppen stärker zu beachten.

Breitband

Die international gesteigerten Nutzerzahlen sind insbesondere auf die mittlerweile weite Verbreitung von Breitbandanschlüssen zurückzuführen. Dennoch gibt es laut EIU-Bericht noch viel zu verbessern, um den Bürgern und Unternehmen wirklich alle Vorteile des Internets zu bieten. In rund 70 Staaten ist es mittlerweile ziemlich einfach, Zugang zum Web zu finden und dieses zu nutzen. Laut EIU gehe es nun zunehmend darum, auf welche Weise Personen und Unternehmen digitale Produkte und Dienstleistungen konsumieren. "Nicht nur beim E-Shopping oder der Unterhaltung im Netz haben jüngere Menschen andere Erwartungen als ältere. Auch im gesamten Dienstleistungsbereich - von der öffentlichen Verwaltung bis zu privaten Angeboten, sind solche Unterschiede in der Nachfrage zu beobachten, denen man mit entsprechenden gestalteten Angeboten begegnen sollte", meint auch Croll.

Aufholjagd

Zwar zeigt der Bericht der EIU für 2007, dass die weltweite Internetnutzung zugenommen hat, das Aufholen mancher Nationen wie Singapur und HongKong ging jedoch auch klar auf Kosten anderer. So liegt HongKong inzwischen auf Platz vier, Singapur auf Platz sechs. Nationen wie Kanada, Deutschland oder Japan müssen sich mit deutlich schlechteren Rängen zufrieden geben. Im Wesentlichen blieben die Plätze unter den Top Ten stabil. Nur Großbritannien rutschte auf den siebten Rang ab.

Wertausschöpfung

Laut EIU wird es zunehmend schwieriger das Beste aus dem Internet herauszuholen, weil die Nutzer immer anspruchsvoller und erfahrener sind. "Der Charakter von Internetangeboten ist in den letzten Jahren immerkommunikativer geworden, die Möglichkeiten zur Beteiligung werden immer stärker und zugänglicher. Trotzdem ist es unter den Internetnutzerinnen und Nutzern immer noch einen kleine Minderheit, die davon Gebrauch macht", meint Croll. Die technische Führungsrolle in der Welt wird zu einem immer schneller beweglichen Ziel. Wer heute an der Spitze steht, kann morgen bereits wieder von der Vorreiterposition verdrängt werden. Es sollte sich also keine Nation auf hart erkämpften Vorteilen ausruhen, denn diese können sehr schnell von anderen angeknabbert werden. Damit die Potentiale des Internets weiterhin genutzt werden können, spiele auch bei Sicherheitsfragen die Medienkompetenz der Nutzerinnen und Nutzer eine entscheidende Rolle, gibt Croll abschließend zu bedenken. (pte)

Soft Seicherl
04.05.2007 08:59
Schön langsam is des warmluftgelaber unserer politika altluft!

Mia hobn dene herrschaftn scho fua 5 jahr gschriebn. Haider, Pröll, etc. und de hobn a breitbandinitiative "gestartet".

Enare hosengürtl san blader wuarn. Dabei is des no imma a chance für alle.

Oba i erklär's nimma - wäu - es hat amoi ana gsogt - an deppn kann ma nix erklärn.

I glaub's eam.

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